Hitzewelle setzt Südeuropa in Brand

Die anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von teils deutlich über 40 Grad sorgt in weiten Teilen Südeuropas für eine dramatische Zunahme von Wald- und Vegetationsbränden. Besonders betroffen sind derzeit Frankreich, Portugal, Griechenland und Spanien. Ausgetrocknete Vegetation, starke Winde und die anhaltende Trockenheit schaffen ideale Bedingungen für eine rasante Ausbreitung der Feuer.

Südfrankreich kämpft gegen einen der größten Brände

Die schwerste Lage herrscht derzeit im Süden Frankreichs. In den Pyrenäen haben die Flammen innerhalb weniger Tage mehrere tausend Hektar Vegetation vernichtet. Tausende Anwohner wurden vorsorglich aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Zahlreiche Einsatzkräfte kämpfen rund um die Uhr gegen das Feuer, während mehrere Menschen verletzt wurden. Selbst die Tour de France musste ihre Sicherheitsmaßnahmen anpassen – Zuschauer wurden von einer Etappe ausgeschlossen, damit Einsatzkräfte vollständig für die Brandbekämpfung zur Verfügung stehen.

Portugal und Griechenland im Dauereinsatz

Auch in Portugal sind hunderte Feuerwehrleute sowie Löschflugzeuge im Großeinsatz. Die Flammen haben dort bereits ein riesiges Gebiet erfasst und mehrere Ortschaften bedroht.

In Griechenland kämpfen Einsatzkräfte unter anderem in der Nähe von Thessaloniki gegen großflächige Brände. Besonders kritisch wurde die Lage, nachdem eine Recyclinganlage Feuer fing und dichter, möglicherweise giftiger Rauch über bewohnte Gebiete zog. Die Behörden riefen Anwohner dazu auf, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen. Westlich von Athen mussten weitere Feuer bekämpft werden.

Spanien meldet erste Erfolge – Gefahr bleibt hoch

In Nordostspanien gelang es den Einsatzkräften, einen größeren Waldbrand teilweise unter Kontrolle zu bringen. Dennoch bleibt die Situation angespannt. Tausende Hektar Natur wurden bereits zerstört, zahlreiche Brandgebiete bleiben abgesperrt. Experten warnen, dass erneute Hitze und Wind jederzeit zu einer Verschärfung der Lage führen können.

Waldbrand-Saison deutlich heftiger als im Durchschnitt

Die aktuellen Zahlen zeigen das Ausmaß des Feuer-Sommers: Nach Daten des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (EFFIS) sind bis Anfang Juli bereits rund 118.700 Hektar Fläche in der Europäischen Union verbrannt. Damit liegt die Zahl der zerstörten Flächen deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Experten rechnen angesichts der Wetterprognosen damit, dass sich die Waldbrandlage in den kommenden Wochen weiter zuspitzen könnte.

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