Durchtrennte Kabel: Bahnverkehr in NRW gestört

Ein gezielter Eingriff in die Bahninfrastruktur hat den Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen erheblich beeinträchtigt. In der Nacht haben Unbekannte am Hauptbahnhof Gelsenkirchen mehrere Kabel durchtrennt – mit weitreichenden Folgen für den regionalen und überregionalen Bahnverkehr.

Techniker im Dauereinsatz – Betrieb weiter eingeschränkt

Nach Angaben der Deutsche Bahn arbeiteten Einsatzkräfte die ganze Nacht daran, die beschädigten Leitungen zu reparieren. Dennoch ist der Betrieb weiterhin gestört: Nicht alle Züge können den Bahnhof aktuell anfahren.

Die Bahn geht davon aus, dass sich die Lage erst im Laufe des Vormittags vollständig normalisieren wird. Bis dahin müssen Reisende mit Einschränkungen rechnen.

Regionalverkehr besonders betroffen

Vor allem im Regionalverkehr kommt es zu erheblichen Ausfällen und Verspätungen. Betroffen sind mehrere wichtige Verbindungen im Ruhrgebiet und darüber hinaus, darunter Linien zwischen Düsseldorf und Osnabrück, Duisburg und Hamm, Mönchengladbach und Münster sowie Aachen und Essen-Steele. Auch Verbindungen zwischen Gelsenkirchen und Bochum sowie Dortmund und Essen sind eingeschränkt.

Auf einzelnen Strecken wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, um die Auswirkungen für Pendler zumindest teilweise abzufedern.

Fernverkehr wird umgeleitet – längere Fahrzeiten

Auch der Fernverkehr ist von den Auswirkungen der Sabotage betroffen. ICE- und IC-Züge werden großräumig umgeleitet und halten vorerst nicht in Städten wie Recklinghausen, Gelsenkirchen oder Oberhausen. Verbindungen zwischen Köln und Hamburg sowie zwischen Köln und Münster verlängern sich dadurch um etwa 20 Minuten.

Auswirkungen reichen bis Düsseldorf

Die Störungen beschränken sich nicht nur auf Gelsenkirchen. Auch Reisende in Düsseldorf und weiteren Städten der Region spüren die Folgen deutlich – insbesondere durch Verspätungen und kurzfristige Zugausfälle.

Polizei ermittelt wegen Sabotage

Die Hintergründe der Tat sind derzeit unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und prüft, wer für die gezielte Beschädigung der Infrastruktur verantwortlich ist. Der Vorfall wird als schwerwiegender Eingriff in den Bahnverkehr gewertet.

Bahn empfiehlt: Verbindung vor Reise prüfen

Die Deutsche Bahn rät allen Reisenden, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Verbindungen zu informieren – etwa über die Website, die App oder die telefonische Auskunft. Bis zur vollständigen Wiederherstellung des Betriebs bleibt die Lage angespannt. Für Pendler und Reisende bedeutet das vor allem Geduld.

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