Waldbrand an B115 bei Sandschenke

Ein großflächiger Waldbrand hat am Montagnachmittag Einsatzkräfte entlang der Bundesstraße Bundesstraße 115 bei Sandschenke in Atem gehalten. Im Waldgebiet der Gemeinde Hähnichen standen mehrere Hektar Nadelwald in Flammen. Zahlreiche Feuerwehren aus der Region rückten an, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Zwei Brandherde – Polizei prüft Brandstiftung

Nach bisherigen Erkenntnissen brach das Feuer an zwei unterschiedlichen Stellen aus. Besonders betroffen war eine Schonung mit jungen Bäumen, auf einer Fläche von rund vier Hektar. Ein weiterer Brandherd erfasste zusätzlich etwa 2.500 Quadratmeter Wald.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und schließt eine natürliche Ursache nahezu aus. Sowohl vorsätzliche Brandstiftung als auch fahrlässiges Verhalten stehen im Raum. Trotz insgesamt trockener Bedingungen galt zum Zeitpunkt des Ausbruchs lediglich die niedrigste Waldbrandwarnstufe.

Schwieriger Einsatz durch Wind und Ausbreitung in Baumwipfeln

Die Löscharbeiten gestalteten sich komplex und dauerten mehrere Stunden. Starke Winde fachten die Flammen zusätzlich an und sorgten für eine rasante Ausbreitung als sogenanntes Wipfelfeuer. Dabei griffen die Flammen auf die Kronen der Bäume über, was die Dynamik des Brandes erheblich verstärkte.

Dichte Rauchentwicklung erschwerte zudem die Sicht und Koordination der Einsatzkräfte vor Ort.

Großaufgebot an Kräften – Unterstützung aus der Luft

Insgesamt waren rund 70 Feuerwehrleute mit etwa 20 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützung kam auch aus umliegenden Orten bis nach Rothenburg. Die Berufsfeuerwehr Bautzen setzte eine Drohnenstaffel ein, um den Brand aus der Luft zu lokalisieren und gezielt zu bekämpfen.

Parallel dazu musste die B115 zeitweise halbseitig gesperrt werden, um die Einsatzmaßnahmen zu sichern.

Wasserversorgung als logistische Herausforderung

Eine besondere Schwierigkeit stellte die Wasserversorgung dar. Da sich keine Hydranten in unmittelbarer Nähe befanden, richteten die Einsatzkräfte einen aufwendigen Pendelverkehr ein. Löschwasser wurde unter anderem aus Niesky und Trebus herangeschafft.

Hilfreich erwiesen sich dabei kleinere Wasserstellen im Wald, die vom Waldbesitzer angelegt worden waren. Diese konnten für die Brandbekämpfung genutzt und kontinuierlich aufgefüllt werden.

Feuer unter Kontrolle – Nachlöscharbeiten bis in den Abend

Erst rund zweieinhalb Stunden nach der Alarmierung gegen 15 Uhr gelang es den Einsatzkräften, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Dennoch dauerten die Nachlöscharbeiten bis in die Abendstunden an, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

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