Beinahe-Crash zwischen Bomber und Delta-Maschine

Über den USA ist es Mitte Juli fast zu einer dreifachen Flugzeug-Kollision gekommen. Neben einem Delta-Passagierjet und einem B-52-Bomber der US-Luftwaffe war auch ein Privatflugzeug in den Zwischenfall verwickelt. Das geht aus einem vorläufigen Bericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hervor, der jetzt veröffentlicht wurde.

Die Analyse zeigt: Fehlkommunikation im Tower des Flughafens Minot (North Dakota) spielte eine entscheidende Rolle. Ein Lotse erteilte dem Delta-Piloten den Befehl, eine Rechtskurve zu fliegen – doch genau dort befand sich der Bomber. Der Linienpilot brach daraufhin den Landeanflug ab. Zusätzlich sprach der Lotse zeitweise falsche Rufzeichen aus und gab Befehle, die er anschließend zurückziehen musste.

Wenige Augenblicke später kam es zur nächsten brenzligen Situation: Nur rund eine Minute nach dem Fast-Zusammenstoß mit der Delta-Maschine geriet der B-52 selbst in gefährliche Nähe zu einem Kleinflugzeug.

Ein Passagier der Delta-Maschine filmte die Durchsage des Piloten, die später viral ging: „Tut mir leid wegen des aggressiven Manövers. Es hat mich überrumpelt. Das ist überhaupt nicht normal. Ich weiß nicht, warum sie uns nicht vorgewarnt haben.“ Auch die Crew des Bombers erklärte laut NTSB, nicht über die zivilen Flugzeuge im Luftraum informiert gewesen zu sein.

Der B-52 war nach einem Flyover über eine Messe auf dem Rückweg zu seiner Heimatbasis, in der insgesamt 26 der nuklearfähigen Bomber stationiert sind.

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