Verdächtiger Gegenstand auf A3 gesprengt

Ein brisanter Fund bei einer Verkehrskontrolle hat in der Oberpfalz einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Auf der Autobahn 3 bei Wiesent im Landkreis Regensburg entdeckten Beamte in der Nacht „sprengstoffverdächtige Gegenstände“ in einem Auto. Ein Mann und eine Frau wurden vorläufig festgenommen. Aus Sicherheitsgründen kam es wenig später zu einer kontrollierten Explosion direkt vor Ort.

Nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) handelte es sich bei einem der sichergestellten Gegenstände sehr wahrscheinlich um Sprengstoff. Der Zustand sei so kritisch gewesen, dass ein Abtransport nicht infrage kam. „Der Gegenstand war nicht transportsicher“, erklärte ein LKA-Sprecher. Um jede Gefahr für Einsatzkräfte und die Öffentlichkeit auszuschließen, entschieden sich die Ermittler für eine kontrollierte Sprengung.

Die A3 wurde daraufhin großräumig gesperrt. Auch nach der Explosion blieb die Autobahn zunächst weiterhin dicht, da Spezialisten den Bereich sichern und untersuchen mussten. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren vor Ort.

Auslöser des Einsatzes war eine routinemäßige Kontrolle des Fahrzeugs. Dabei stießen die Beamten auf mehrere verdächtige Gegenstände, die sofort den Verdacht auf Explosivstoffe weckten. Die beiden Insassen wurden festgenommen und zunächst getrennt befragt.

Zu den Hintergründen des Vorfalls machten die Ermittler bislang nur wenige Angaben. Nach derzeitigem Stand gehen die Behörden nicht von einem Fall aus dem Bereich des Staatsschutzes aus. Dennoch übernahm das Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen, da es sich um einen möglichen Sprengstofffund handelt.

Die Überreste des gesprengten Gegenstands sollen nun von Experten des LKA detailliert untersucht werden. Ziel ist es, die genaue Zusammensetzung zu klären und Hinweise auf Herkunft und Verwendungszweck zu gewinnen. Auch die Rolle der beiden Festgenommenen ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der Vorfall sorgt für erhebliche Verkehrsbehinderungen und wirft Fragen auf, wie gefährlich der Transport tatsächlich war. Weitere Informationen wollen die Behörden im Laufe des Tages bekannt geben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert