Die USA erhöhen den wirtschaftlichen und politischen Druck auf Kuba. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat neue Sanktionen gegen neun kubanische Einrichtungen sowie drei Funktionäre des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP) verhängt. Betroffen sind unter anderem Unternehmen aus dem Bergbau-, Metall- und Bausektor.
Bergbau und Staatsunternehmen betroffen
Auf der neuen Sanktionsliste stehen mehrere staatliche Unternehmen, darunter die Nickelgesellschaft Empresa de Níquel Comandante Ernesto Che Guevara. Nickel gehört zu den wichtigen Devisenquellen Kubas. Auch das kubanische Bauministerium sowie weitere Unternehmen wurden mit Sanktionen belegt. Zusätzlich richtet sich Washington gegen drei ICAP-Funktionäre. Die US-Regierung wirft der Organisation vor, politische Netzwerke zugunsten der kubanischen Führung auch im Ausland zu fördern.
Havanna spricht von Wirtschaftskrieg
Kubas Außenminister Bruno Rodríguez kritisierte die Maßnahmen scharf. Er warf Washington vor, gezielt die kubanische Wirtschaft zu schwächen und damit auch die Versorgung der Bevölkerung zu belasten. Kuba befindet sich ohnehin in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Treibstoffmangel, veraltete Kraftwerke und wiederkehrende Stromausfälle belasten das Land. Die verschärften US-Maßnahmen könnten die Situation zusätzlich verschlimmern.
Konflikt zwischen USA und Kuba verschärft sich
Die neuen Sanktionen sind Teil einer deutlich härteren Kuba-Politik der Trump-Regierung. Washington hat bereits in den vergangenen Monaten weitere kubanische Regierungsvertreter und Staatsunternehmen ins Visier genommen. Das US-Embargo gegen Kuba besteht seit 1962. Eine politische Annäherung zwischen Washington und Havanna ist derzeit nicht absehbar. Stattdessen wächst der wirtschaftliche Druck auf die kubanische Regierung weiter.


