Unwetter setzen Südtirol unter Wasser

Heftige Gewitter und Starkregen haben in Teilen Südtirols am Montagabend für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Besonders betroffen waren das Gsiesertal und das Passeiertal. Innerhalb kurzer Zeit fielen große Regenmengen, teilweise begleitet von Hagel. Im Gsiesertal führten die intensiven Niederschläge zu Überschwemmungen. Mehrere Häuser, Keller und Garagen wurden von den Wassermassen geflutet. Zusätzlich wurden mehrere Murenabgänge gemeldet. Die Feuerwehren rückten mit Pumpen und schwerem Gerät aus. Unter anderem musste verhindert werden, dass ein stark angeschwollener Bach durch Schlamm und Geröll verstopft wird. Auch die Stromversorgung war zeitweise beeinträchtigt.

53 Liter Regen in nur 30 Minuten

Besonders heftig traf es St. Martin in Passeier. Dort wurden innerhalb von gerade einmal 30 Minuten rund 53 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Auch im übrigen Passeiertal mussten die Feuerwehren nach den Starkregenfällen ausrücken. Die enormen Niederschlagsmengen innerhalb kürzester Zeit erhöhten insbesondere die Gefahr von Überflutungen und Muren.

Einsatzkräfte mit schwerem Gerät gefordert

Für die Feuerwehren bedeutete die Unwetterlage zahlreiche Einsätze. Pumpen, Bagger und weitere technische Geräte kamen zum Einsatz, um Wasser abzuleiten, Verkehrswege freizuhalten und Gebäude vor weiteren Schäden zu schützen. Die aktuellen Ereignisse zeigen erneut, wie schnell sich die Situation in den alpinen Tälern bei extremem Starkregen verändern kann. Bereits wenige Minuten mit außergewöhnlich hohen Niederschlagsmengen können Bäche anschwellen lassen und Geröll in Bewegung bringen.

Unwettergefahr bleibt ein Thema

Starkregen gehört in den Alpen zu den besonders gefährlichen Wetterlagen. Neben Überflutungen können Hangrutschungen und Murenabgänge auftreten. Besonders gefährdet sind Bereiche an steilen Hängen sowie Straßen und Gebäude in Bachnähe. Für die Einsatzkräfte bleibt deshalb entscheidend, die Entwicklung der Niederschläge und Wasserstände eng zu beobachten. Die Ereignisse in Gsies und dem Passeiertal verdeutlichen, dass selbst lokal begrenzte Gewitter erhebliche Schäden verursachen können.

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