Tödliche Schüsse in Dortmund-Wambel

Dortmund. Schüsse zerreißen am frühen Samstagabend die Ruhe in einem Wohnviertel im Dortmunder Osten: Gegen 19.57 Uhr gehen bei der Leitstelle der Polizei mehrere Notrufe ein. Anwohner berichten von schnellen, aufeinanderfolgenden Schüssen in der Espenstraße im Stadtteil Dortmund-Wambel. Wenig später ist klar: Ein Mensch ist tot.

Ein Sprecher der Polizei bestätigt am Abend ein Tötungsdelikt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Mann einen anderen erschossen haben. Weitere Details zu Tatablauf, Motiv oder Beteiligten halten die Ermittler zunächst zurück.

Zeuge hört mehrere Schüsse – Täter flieht zu Fuß

Ein Anwohner schildert die dramatischen Momente: Fünf bis sechs Schüsse seien in schneller Folge gefallen. Als er auf den Balkon trat, habe er einen Mann vom Tatort weglaufen sehen. Der Flüchtige habe eine Jacke und Jeans getragen und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Ob es sich bei dieser Person um den mutmaßlichen Täter handelt, ist bislang unbestätigt.

Rettungskräfte versuchten noch, das Opfer zu reanimieren. Doch jede Hilfe kam zu spät – der Mann erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. Nach unbestätigten Informationen soll es sich bei dem Getöteten um einen Mitarbeiter eines Pflegedienstes handeln. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.

Festnahme – doch viele Fragen bleiben offen

Unmittelbar nach Eingang der Notrufe rückten zahlreiche Streifenwagen in das Wohngebiet aus, das östlich der Innenstadt liegt. Die Polizei nahm eine Person fest. Ob diese Person tatsächlich der Schütze ist, bleibt vorerst unklar. Auch zur möglichen Tatwaffe äußern sich die Behörden nicht. Ob eine Schusswaffe sichergestellt wurde, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Ein Großaufgebot von Polizei und Rettungsdienst sicherte Spuren, befragte Anwohner und leuchtete das Areal mit starken Strahlern aus. Auch Drohnen kamen zum Einsatz, um das Gelände aus der Luft zu erfassen.

Ermittler untersuchen E-Scooter

Besonderes Augenmerk gilt einem E-Scooter, der in der Nähe des Tatorts entdeckt wurde. Kriminaltechniker untersuchen das Fahrzeug auf mögliche Spuren. Ob es im Zusammenhang mit der Tat steht oder dem mutmaßlichen Täter zugeordnet werden kann, ist derzeit offen.

Zu den Hintergründen der Bluttat schweigt die Polizei bislang. War es eine gezielte Tat? Kannten sich Opfer und Täter? Oder eskalierte ein Streit? Antworten auf diese Fragen stehen noch aus. Die Ermittlungen dauern an.

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