Über die Weihnachtstage ist es in Süd- und Westthüringen zu teils erheblichen Stromausfällen gekommen. Zeitweise waren nahezu 3.000 Haushalte ohne elektrische Versorgung. Ursache waren nach Angaben der Thüringer Energienetze (TEN umgestürzte Bäume, die infolge winterlicher Witterung mehrere Freileitungen beschädigten.
Besonders stark traf es Heiligabend den Raum Hildburghausen. Gegen 18 Uhr fiel in mehreren Orten rund um die Kreisstadt der Strom aus. In den Ortsteilen Wallrabs und Waldstadt saßen etwa 2.000 Haushalte plötzlich im Dunkeln. Dank kurzfristiger Netzumschaltungen konnte die Versorgung nach rund eineinhalb Stunden wiederhergestellt werden.
Bereits zuvor hatte es weitere Störungen gegeben. Am Nachmittag waren rund 400 Stromkunden in Schmiedefeld betroffen, nachdem ein Baum auf eine Leitung gestürzt war. Auch am Vormittag meldete die TEN Ausfälle im Wartburgkreis: Zwischen Oberellen und Förtha blockierte ein umgestürzter Baum eine Freileitung und musste zunächst von Technikern entfernt werden, bevor Reparaturen möglich waren.
Weitere Ausfälle am ersten Weihnachtsfeiertag
Die Serie der Störungen setzte sich am ersten Weihnachtsfeiertag fort. Besonders der Landkreis Sonneberg war betroffen. In Schalkau, Rauenstein und Theuern kam es erneut zu Stromausfällen, insgesamt rund 500 Kunden waren zeitweise ohne Versorgung. Darunter befanden sich nicht nur Privathaushalte, sondern auch ein Hotel, ein Museum und ein Schießstand – Einrichtungen, für die ein Stromausfall gerade an Feiertagen besonders problematisch ist.
Um die Versorgung schnellstmöglich wieder sicherzustellen, waren mehrere Techniker-Teams der Thüringer Energienetze über die Feiertage hinweg im Dauereinsatz. Trotz der angespannten Lage konnten die Störungen jeweils innerhalb weniger Stunden behoben werden.
Die Vorfälle zeigen erneut, wie anfällig vor allem Freileitungen bei winterlichen Wetterlagen sind. Umgestürzte Bäume bleiben ein zentrales Risiko für die Stromversorgung in ländlichen Regionen Thüringens – selbst an Tagen, an denen eigentlich Ruhe und Besinnlichkeit im Vordergrund stehen sollten.


