Starkes Erdbeben erschüttert Kuba

Ein vergleichsweise starkes Erdbeben hat in der Nacht zum Dienstag den Osten von Cuba getroffen und in mehreren Städten für spürbare Erschütterungen gesorgt. Nach ersten Messungen lag die Stärke bei bis zu 5,9 – allerdings gehen die Angaben der seismologischen Institute auseinander.

Das European-Mediterranean Seismological Centre registrierte das Beben am 17. März um 00:28 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag demnach rund 47 Kilometer südöstlich von Baracoa in einer vergleichsweise geringen Tiefe von etwa 15 Kilometern. Solche flachen Beben werden in der Regel deutlich stärker an der Oberfläche wahrgenommen.

Andere Institutionen meldeten abweichende Werte: Das französische Netzwerk RéNaSS bezifferte die Magnitude auf 5,1, während sowohl das GFZ als auch das Bürgernetzwerk RaspberryShake ebenfalls Werte um 5,9 angaben. Die Unterschiede sind typisch für die erste Phase der Datenauswertung und werden in den kommenden Stunden voraussichtlich präzisiert.

Mehrere Städte betroffen – mögliche Schäden nicht ausgeschlossen

Die Erschütterungen waren in einem weiten Umkreis deutlich zu spüren. Besonders betroffen dürften Orte wie Maisi, Baracoa, Rio Guayabal de Yateras sowie die größere Stadt Guantanamo gewesen sein. In diesen Regionen wurden nach ersten Einschätzungen mäßige Erschütterungen registriert.

Aufgrund der Stärke und der geringen Tiefe des Bebens ist nicht auszuschließen, dass es zu Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur gekommen ist. Offizielle Berichte über das genaue Ausmaß liegen bislang jedoch noch nicht vor.

Behörden prüfen Lage – Unsicherheit über genaue Daten

Seismologen arbeiten derzeit daran, die exakten Parameter des Bebens zu verifizieren. Sowohl die genaue Stärke als auch die Position des Epizentrums könnten sich im Zuge der detaillierten Analyse noch verändern. Für die Bevölkerung bleibt die Lage angespannt: Nachbeben sind grundsätzlich möglich, insbesondere bei Ereignissen dieser Größenordnung.

Region bleibt seismisch aktiv

Der Osten Kubas gilt als eine der seismisch aktivsten Regionen der Karibik. Das aktuelle Beben unterstreicht erneut die geologischen Risiken in der Region – auch wenn starke Schäden bislang nicht bestätigt sind.

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