Ein leichtes Erdbeben hat am Freitagmittag Teile von Westaustralien erschüttert. Nach Angaben des European-Mediterranean Seismological Centre wurde das Beben um 13:26 Uhr Ortszeit registriert und erreichte eine Stärke von 2,9. Das Epizentrum lag in der Nähe der Stadt Katanning, rund 280 Kilometer südöstlich von Perth. Besonders ungewöhnlich war die sehr geringe Tiefe des Bebens: Seismologen lokalisierten das Zentrum nur etwa 0,7 Kilometer unter der Erdoberfläche.
Leichte Vibrationen in umliegenden Ortschaften möglich
Aufgrund der geringen Stärke dürfte das Beben keine Schäden verursacht haben. Dennoch könnten einige Bewohner in unmittelbarer Nähe des Epizentrums leichte Erschütterungen wahrgenommen haben. Vorläufige Berechnungen gehen davon aus, dass insbesondere in kleineren Gemeinden wie Pallinup, Gnowangerup und Jackitup ein sehr schwaches Vibrieren spürbar gewesen sein könnte.
In größeren Orten vermutlich nicht wahrgenommen
In mehreren weiter entfernten Ortschaften ist dagegen eher nicht davon auszugehen, dass das Beben bemerkt wurde. Dazu zählen unter anderem Broomehill, Tambellup sowie das rund 3.700 Einwohner zählende Katanning selbst. Auch in Nyabing und Kojonup dürfte das Beben kaum oder gar nicht wahrgenommen worden sein.
Daten werden noch überprüft
Das European-Mediterranean Seismological Centre gilt als eine der wichtigsten internationalen Einrichtungen zur Beobachtung von Erdbebenaktivität. Die gemeldeten Werte gelten zunächst als vorläufig. Stärke, genaue Lage des Epizentrums sowie die Tiefe können in den kommenden Stunden noch leicht angepasst werden, sobald Seismologen die aufgezeichneten Messdaten manuell auswerten.
Kleinere Erdbeben wie dieses treten auch in Australien gelegentlich auf, obwohl der Kontinent im Vergleich zu anderen Regionen der Erde als relativ seismisch stabil gilt.
Berichte über Schäden oder Verletzte liegen bislang nicht vor.


