Die Kämpfe im Osten und Süden der Ukraine haben sich weiter intensiviert. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs kam es allein am Donnerstag zu rund 150 Gefechten entlang der Front – begleitet von massiven Luftangriffen und tausenden Artillerieschlägen durch russische Truppen.
Massive Angriffe aus der Luft und am Boden
Demnach flog die russische Armee insgesamt 68 Luftangriffe und setzte dabei 227 gelenkte Bomben ein. Betroffen waren unter anderem Regionen wie Sumy, Dnipropetrowsk und Saporischschja. Parallel dazu wurden fast 4.000 Artillerieangriffe registriert, darunter auch zahlreiche Einsätze von Mehrfachraketenwerfern.
Besonders heftig war die Lage im Raum Pokrowsk in der Region Donezk. Dort sollen ukrainische Einheiten 42 russische Sturmangriffe abgewehrt haben – ein Schwerpunkt der aktuellen Offensive. Auch rund um Kostjantyniwka und im südlichen Frontabschnitt bei Huliaipole wurden intensive Gefechte gemeldet.
Ukraine meldet hohe russische Verluste
Die ukrainische Führung berichtet von erheblichen Verlusten auf russischer Seite. Innerhalb von 24 Stunden sollen mehr als 2.500 militärische Ziele zerstört oder beschädigt worden sein. Besonders auffällig ist die Zahl von über 2.200 abgeschossenen Drohnen, die auf eine massive Nutzung unbemannter Systeme im aktuellen Konflikt hinweist.
Zudem spricht der Generalstab von rund 1.000 getöteten oder verwundeten russischen Soldaten innerhalb eines Tages. Auch schwere Ausrüstung sei betroffen: Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Artilleriesysteme und militärische Transportmittel.
Ukrainische Gegenangriffe
Auch die ukrainischen Streitkräfte meldeten eigene Erfolge. Luftwaffe und Artillerie hätten mehrere Ansammlungen russischer Truppen sowie strategische Ziele angegriffen. Konkrete Details wurden nicht genannt.
An mehreren Frontabschnitten – darunter Kupjansk, Lyman und Slowjansk – seien russische Vorstöße gestoppt und Angreifer zurückgedrängt worden. Die Lage bleibt jedoch dynamisch und unübersichtlich.
Angaben nicht unabhängig überprüfbar
Wie in vielen Phasen des Krieges lassen sich die gemeldeten Zahlen derzeit nicht unabhängig verifizieren. Beide Seiten nutzen Statistiken auch zur strategischen Kommunikation. Fest steht jedoch: Der von Wladimir Putin befohlene Angriffskrieg, der im Februar 2022 begann, hat sich zu einem langwierigen und materialintensiven Konflikt entwickelt, in dem insbesondere Drohnen und Artillerie eine immer größere Rolle spielen.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Intensität der Kämpfe und die zunehmende Eskalation entlang der Frontlinien. Während die Ukraine hohe Verluste auf russischer Seite meldet, bleibt die militärische Lage angespannt – mit anhaltend schweren Gefechten und ohne erkennbare schnelle Lösung.


