Ustka. Im Ostseebad Ustka laufen derzeit die Militärübungen Iron Defender-25, bei denen Polen und die NATO ein klares Signal Richtung Russland senden. Regierungschef Donald Tusk erklärte bei einem Besuch vor Ort, die Manöver seien „eine entschlossene Antwort auf die Sapad-Übungen an der Ostgrenze Polens“.
Rund 18.000 Soldaten nahmen am Dienstag direkt teil, insgesamt sind mehrere Zehntausend eingebunden – auch in Lettland, Litauen und auf der schwedischen Insel Gotland. „Für uns ist entscheidend, dass Gegner wie Verbündete sehen, dass wir auf Operationen auf höchstem technischen Niveau vorbereitet sind“, so Tusk.
Verteidigungsminister warnt vor russischer Desinformation
Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz nutzte die Gelegenheit, um auf massive Desinformationskampagnen nach jüngsten russischen Drohnenangriffen hinzuweisen. Russische Stellen seien für die Attacken verantwortlich. Medienberichte, wonach eine polnische F-16 versehentlich ein Haus getroffen habe, sorgen zusätzlich für Debatten.
Patriot-Abschuss in Polen – U-Boot-Kauf angekündigt
Auf dem Truppenübungsplatz wurden erstmals Patriot-Raketen in Polen abgefeuert. Auch die Artilleriesysteme Homar-A, Homar-K sowie die Haubitzen Krab und K9 kamen zum Einsatz. Polen baut nach Regierungsangaben derzeit eine mehrschichtige Luftabwehr auf, die Programme Pilica Plus, Narew und Weichsel sollen unterschiedliche Reichweiten abdecken.
Zudem kündigte Tusk an, dass die Regierung am Mittwoch über den milliardenschweren U-Boot-Kauf im Rahmen des Orka-Programms entscheiden werde. „Alle Angebote liegen vor – nun wird festgelegt, wer unser Partner wird“, so der Premier.


