Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu: Die proiranische Huthi-Miliz aus dem Jemen hat innerhalb weniger Stunden gleich zwei Angriffe auf Israel gestartet. Ziel war erneut der Süden des Landes – ein deutliches Signal für eine mögliche Ausweitung des Konflikts über mehrere Fronten hinweg.
Drohnen und Marschflugkörper abgefangen
Am Samstagabend griff die Miliz nach eigenen Angaben mit einer Kombination aus Drohnen und Marschflugkörpern an. Nach Berichten israelischer Medien wurde eine Drohne über der Stadt Eilat abgefangen, ein weiterer Marschflugkörper bereits vor dem Eindringen in den israelischen Luftraum zerstört.
Bereits am Morgen desselben Tages hatte die Miliz erstmals seit Beginn des aktuellen Iran-Kriegs wieder eine Rakete auf Israel abgefeuert. Auch dieser Angriff wurde durch die israelische Luftabwehr neutralisiert.
Huthis sprechen von „Militäroperation“
Die Huthi-Miliz bestätigte beide Angriffe offiziell. In einer Erklärung aus der Hauptstadt Sanaa sprach sie von einer koordinierten Militäroperation gegen strategische und militärische Ziele im Süden Israels. Man habe gezielt eine „Salve“ aus verschiedenen Waffensystemen eingesetzt.
Als Begründung nannte die Miliz die anhaltenden militärischen Aktionen gegen verbündete Kräfte und Infrastruktur in der Region – darunter im Iran, im Libanon, im Irak sowie in den palästinensischen Gebieten.
Enge Verbindung zu Teheran
Die Huthi-Miliz gilt als enger Verbündeter Teherans und erhält umfangreiche militärische Unterstützung aus dem Iran. Sie kontrolliert große Teile des Jemen und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Akteur im regionalen Machtgefüge entwickelt.
Bereits während früherer Konfliktphasen hatte die Miliz Israel wiederholt mit Raketen und Drohnen attackiert. Zudem gerieten internationale Handelsrouten ins Visier: Angriffe im Rotes Meer und im Golf von Aden sorgten weltweit für Besorgnis über die Sicherheit des globalen Warenverkehrs.
Gefahr einer regionalen Eskalation wächst
Die jüngsten Angriffe nähren die Sorge, dass sich der Konflikt weiter ausweitet und zusätzliche Staaten oder Milizen hineingezogen werden könnten. Besonders brisant ist die strategische Lage: Das Rote Meer zählt zu den wichtigsten Handelsrouten weltweit – Störungen könnten erhebliche wirtschaftliche Folgen haben.
Militärexperten warnen, dass die wiederholten Angriffe ein Zeichen für eine koordinierte Eskalationsstrategie sein könnten. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, droht eine Ausweitung des Konflikts auf mehrere Länder der Region.


