In Georgien hat ein großflächiger Stromausfall in der Nacht zum Freitag, 24. Juli 2026, weite Teile des Landes getroffen. Nach übereinstimmenden Berichten waren unter anderem die Hauptstadt Tiflis sowie Batumi, Kutaissi, Kobuleti und Telawi von der Stromversorgung abgeschnitten. Medienberichten zufolge könnten Millionen Menschen zeitweise ohne Elektrizität gewesen sein.
Der Ausfall kam offenbar überraschend und nahezu gleichzeitig in zahlreichen Regionen. Auch in Tiflis fiel in weiten Teilen der Stadt der Strom aus. Die Auswirkungen waren damit deutlich über eine lokale Störung hinaus spürbar und betrafen zentrale Bereiche der Infrastruktur.
Mobilfunk, Internet und Verkehr beeinträchtigt
Die Folgen des Blackouts beschränkten sich nicht auf die Stromversorgung. Berichten zufolge kam es in einigen Regionen auch zu Einschränkungen bei Mobilfunk und Internet. Bei einzelnen Mobilfunkanbietern soll das 5G-Netz teilweise ausgefallen sein, während die Netzqualität in anderen Bereichen deutlich nachließ.
Auch die Verkehrsinfrastruktur war betroffen. In Tiflis fielen nach den vorliegenden Berichten unter anderem Ampelanlagen aus. Dadurch wurde der ohnehin außergewöhnliche Stromausfall zusätzlich zu einer Belastung für den Straßenverkehr und die öffentliche Infrastruktur.
Ursache des Stromausfalls zunächst unklar
Warum es zu dem landesweiten beziehungsweise großflächigen Zusammenbruch der Stromversorgung kam, war zunächst nicht bekannt. Der georgische Netzbetreiber sprach nach späteren Berichten von einer Notabschaltung, während die genauen Ursachen des Vorfalls noch untersucht wurden. Eine abschließende Erklärung für den Ausfall lag zunächst nicht vor.
Auch aus dem Umfeld des wichtigen Enguri-Wasserkraftwerks gab es zunächst keine Klarheit über die Ursache. Der Direktor des Kraftwerks erklärte laut Medienberichten, er versuche selbst, die Hintergründe des massiven Stromausfalls zu klären.
Stromversorgung schrittweise wiederhergestellt
Nach dem großflächigen Ausfall begannen die zuständigen Stellen damit, die Stromversorgung schrittweise wieder hochzufahren. Die Wiederherstellung erfolgte nach Angaben von Behörden und Medien stufenweise. Zum Zeitpunkt der ersten Berichte war die Versorgung in Teilen des Landes bereits wieder angelaufen, während weitere Regionen noch auf die Rückkehr des Stroms warteten.
Der Blackout zeigt zugleich die hohe Abhängigkeit moderner Gesellschaften von einer stabilen Energieinfrastruktur. Fällt die Stromversorgung großflächig aus, können innerhalb kurzer Zeit auch Telekommunikation, Verkehr und andere kritische Dienste beeinträchtigt werden.
Georgien bereits in der Vergangenheit von Blackouts betroffen
Der aktuelle Vorfall ist nicht der erste größere Stromausfall in Georgien. Bereits im April 2025 war es zu mehreren großflächigen Unterbrechungen der Stromversorgung gekommen. Damals waren unter anderem Tiflis und weitere Regionen betroffen. Bei einem Ausfall am 19. April 2025 wurde als Ursache ein Unfall an einer wichtigen Hochspannungsleitung genannt. Auch der Metroverkehr in der Hauptstadt war damals zeitweise beeinträchtigt.
Die Hintergründe des aktuellen Blackouts sind jedoch weiterhin von den zuständigen Behörden zu klären. Ob ein technischer Defekt, ein Problem im Übertragungsnetz oder eine andere Ursache für den weitreichenden Ausfall verantwortlich war, blieb zunächst offen.


