Bielefeld/Senne. Großeinsatz im Bielefelder Süden: Ein Dachstuhlbrand auf einem Firmengelände im Stadtteil Senne hat am Dienstagvormittag für einen massiven Feuerwehreinsatz, Warnmeldungen und umfangreiche Straßensperrungen gesorgt. Mehr als 90 Einsatzkräfte rückten aus, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Flammen auf 30 Metern Länge
Gegen Vormittag war auf dem Gelände des Ökotech-Parks Windel an der Krackser Straße 12 ein Feuer im Dachbereich einer Halle ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen stand der Dachstuhl auf einer Länge von rund 30 Metern in Vollbrand. Die Rauchwolke war weithin sichtbar.
Die Feuerwehr Bielefeld reagierte mit einem Großaufgebot. Neben zahlreichen Löschfahrzeugen kamen zwei Drehleitern und eine Drohne zur Luftaufklärung zum Einsatz. Auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr wurden alarmiert, um die Berufsfeuerwehr zu unterstützen.
Nina-Warnapp ausgelöst
Wegen der massiven Rauchentwicklung wurde um 9.17 Uhr eine Warnmeldung über die NINA Warn-App veröffentlicht. Anwohnerinnen und Anwohner im Umfeld wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Hintergrund waren mögliche gesundheitsgefährdende Rauchgase.
Die sichtbare Rauchentwicklung ging nach Angaben der Einsatzkräfte gegen 10 Uhr deutlich zurück. Dennoch blieb die Warnung zunächst bestehen, bis das Feuer am frühen Nachmittag unter Kontrolle gebracht werden konnte. Kurz darauf wurde die Meldung zurückgenommen.
Schwierige Löscharbeiten
Die Brandbekämpfung gestaltete sich kompliziert. Die rund 60 Jahre alte Halle wurde zuletzt als Abstellfläche genutzt und war nicht mehr aktiv in Betrieb. Laut Feuerwehr erschwerte insbesondere die Dachkonstruktion die Löscharbeiten: Mehrere übereinanderliegende Schichten Dachpappe mussten aufwendig geöffnet und abgetragen werden, um Glutnester freizulegen.
Zudem ist das Gelände nur eingeschränkt zugänglich. Daher wurden zusätzliche Spezialkräfte angefordert, darunter ein Teleskopmast aus Minden sowie ein Schneidlöschgerät aus Detmold.
Sperrungen und Verkehrsbehinderungen
Der Bereich rund um die Krackser Straße wurde während des Einsatzes weiträumig abgesperrt. Auch die Zufahrt zum Firmengelände war nicht passierbar. Ziel war es, die Arbeiten der Einsatzkräfte nicht zu behindern und Gefahren durch Rauch oder herabfallende Gebäudeteile zu minimieren.
Ursache noch unklar
Zur Brandursache gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten noch keine Angaben gemacht werden. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.
Der Vorfall zeigt erneut, wie schnell sich ein Brand in älteren Industriehallen ausbreiten kann – und wie entscheidend ein koordiniertes Großaufgebot ist, um eine weitere Eskalation zu verhindern.


