Düsseldorf. Ein Brand an einer Starkstromanlage hat am Samstagvormittag in Düsseldorf-Oberkassel für einen großflächigen Stromausfall gesorgt. Betroffen waren rund 15 Gebäude an der Schanzenstraße. Verletzt wurde niemand. Gegen Vormittag war die Feuerwehr wegen starker Rauchentwicklung im Keller eines Mehrfamilienhauses alarmiert worden. Mehrere Anwohner meldeten Rauch im Treppenraum. Die Leitstelle schickte umgehend zwei Löschzüge sowie den Rettungsdienst zum Einsatzort.
Brand in verschlossenem Betriebsraum
Vor Ort stellte sich heraus, dass das Feuer in einem abgeschlossenen Betriebsraum der Netzgesellschaft Düsseldorf ausgebrochen war. Dort befindet sich ein 10-Kilovolt-Transformator – eine in der Stadt übliche Anlage zur Stromverteilung im Mittelspannungsnetz. Während die Einsatzkräfte die Lage sondierten, meldeten mehrere Gebäude in der Umgebung einen vollständigen Stromausfall. Nach Angaben der Feuerwehr waren etwa 15 Häuser zeitweise ohne Versorgung.
Spezial-Löschmittel verhindert größeren Schaden
Das Feuer in der Elektrounterverteilung konnte schließlich gezielt mit Kohlendioxid-Löschern bekämpft werden. Der Einsatz dieses speziellen Löschmittels ist bei elektrischen Anlagen entscheidend, da es keine leitenden Rückstände hinterlässt und so weitere Schäden oder Gefahren verhindert.
Nach Abschluss der Löscharbeiten kontrollierten die Einsatzkräfte die Anlage mit einer Wärmebildkamera, um versteckte Glutnester auszuschließen. Gegen 11.25 Uhr wurde die Trafostation an die Netzgesellschaft übergeben, die nun für Reparatur und Wiederherstellung der Stromversorgung zuständig ist.
Stromausfall als Warnsignal
Der Vorfall zeigt, wie sensibel die städtische Infrastruktur auf Störungen in zentralen Verteileranlagen reagiert. Ein einzelner Brand in einem Technikraum reichte aus, um eine ganze Straßenzüge zeitweise lahmzulegen. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar.


