Ein augenzwinkernder Satz – und das Internet dreht durch. Mit einer ironischen Bemerkung über Außerirdische hat Ex-US-Präsident Barack Obama eine Welle an Schlagzeilen, Social-Media-Debatten und Spekulationen ausgelöst. Im Zentrum des Hypes: die legendäre Militärbasis Area 51.
Ein Satz mit Sprengkraft
In einer Schnellfragerunde im Podcast des US-Kommentators Brian Tyler Cohen wurde Obama gefragt, ob Aliens real seien. Seine Antwort: „Sie sind real, aber ich habe keine gesehen.“ Mit einem Schmunzeln setzte er nach, sie würden jedenfalls nicht in einer unterirdischen Einrichtung in Area 51 festgehalten – es sei denn, es handle sich um eine so große Verschwörung, dass selbst dem Präsidenten der Vereinigten Staaten die Wahrheit verheimlicht worden sei.
Der Kontext: humorvoll, locker, als Teil einer schnellen Fragerunde. Doch genau dieser kurze Clip verbreitete sich rasant. Während das einstündige Interview weitgehend sachlich verlief, sorgten die letzten Minuten für virale Explosionen auf Plattformen wie Instagram, X und TikTok.
Mythos Area 51 lebt weiter
Die Militärbasis in der Wüste von Nevada ist seit Jahrzehnten Projektionsfläche für Spekulationen. Offiziell gehört das Sperrgebiet der United States Air Force sowie dem US-Verteidigungsministerium und dient unter anderem der Erprobung geheimer Flugzeug- und Waffensysteme.
Für UFO-Enthusiasten ist das Gelände jedoch mehr als ein Testareal: Sie vermuten dort die Lagerung außerirdischer Technologie oder gar konservierter Alien-Leichen. Konkrete Beweise gibt es dafür nicht – der Mythos speist sich aus Geheimhaltung, historischen Testflügen und jahrzehntelanger Popkultur.
Medien greifen zu – und überziehen
Zahlreiche US-Medien griffen Obamas Aussage auf. Überschriften deuteten an, der frühere Präsident halte die Existenz von Außerirdischen für wahrscheinlich – allerdings nicht in Area 51. Die verkürzte Darstellung sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit.
Cohen räumte später selbst ein, dass er im Interview stärker hätte einordnen müssen, wie ironisch die Aussage gemeint war. Das Augenzwinkern sei für ihn klar gewesen – im viralen Ausschnitt jedoch nicht mehr eindeutig erkennbar.
Obama stellt klar
Angesichts der Dynamik meldete sich Obama selbst zu Wort. Auf Social Media präzisierte er seine Aussage: Statistisch betrachtet sei das Universum so gewaltig, dass die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben grundsätzlich hoch erscheine. Angesichts der enormen Distanzen zwischen den Sonnensystemen sei es jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass außerirdische Wesen die Erde besuchen.
Während seiner Präsidentschaft habe er keinerlei Hinweise auf Kontakte mit Außerirdischen gesehen – „wirklich!“, betonte er ausdrücklich.
Zwischen Humor und Hysterie
Die Reaktionen unter dem Beitrag schwankten zwischen ironischem Zuspruch und misstrauischen Kommentaren. Einige Nutzer scherzten, Obama solle zweimal blinzeln, falls er unter Druck stehe. Andere amüsierten sich darüber, dass ein humorvoll gemeinter Satz überhaupt eine offizielle Klarstellung notwendig machte.
Cohen nutzte die Situation für eine grundsätzliche Beobachtung: In sozialen Netzwerken setze sich oft nicht das wahrscheinlichste, sondern das gewünschte Narrativ durch. Wer an Verschwörungen glauben wolle, finde stets Argumente – selbst wenn die ursprüngliche Aussage eindeutig scherzhaft war.
Fest steht: Ein Nebensatz über Aliens genügte, um den Mythos Area 51 erneut weltweit in die Schlagzeilen zu katapultieren – und einmal mehr zu zeigen, wie schnell sich Ironie in vermeintliche Sensation verwandeln kann.


