Erdbeben erschüttert Norden Chiles

Ein spürbares Erdbeben hat am späten Donnerstagabend den Norden Chiles erschüttert. Nur wenige Minuten nach dem Ereignis meldete das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) ein Beben der Stärke 4,8 in der Nähe von Iquique, der Hauptstadt der Provinz Tarapacá. Der Erdstoß ereignete sich demnach am 5. Februar 2026 um 23.27 Uhr Ortszeit in rund 18 Kilometern Tiefe.

Nach Angaben der Seismologen lag das Epizentrum unweit der Küste südlich von Iquique. Aufgrund der relativ geringen Tiefe dürfte das Beben in weiten Teilen der Region deutlich wahrgenommen worden sein. In den kommenden Stunden könnten Magnitude, Tiefe und genaue Lage des Epizentrums noch leicht angepasst werden, da die Messdaten derzeit weiter ausgewertet werden.

Auch andere internationale und nationale Institute bestätigten das Ereignis. Das Nationale Seismologische Zentrum der Universität von Chile (CSN) gab die Stärke mit 5,0 etwas höher an, während das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam ebenfalls von einer Magnitude von 4,8 sprach. Solche Abweichungen sind bei ersten Messungen nicht ungewöhnlich.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist nicht von größeren Schäden auszugehen. Bei Erdbeben dieser Stärke kommt es in der Regel lediglich zu leichten Auswirkungen wie wackelnden Möbeln, herabfallenden Gegenständen oder kleinen Rissen in Gebäuden. Berichte über Verletzte oder größere Sachschäden lagen zunächst nicht vor.

Spürbar gewesen sein dürfte das Beben in mehreren Orten rund um das Epizentrum. In Los Verdes, etwa 16 Kilometer entfernt, wurden mäßige Erschütterungen erwartet. In Chanavayita, Alto Hospicio und der Großstadt Iquique selbst dürfte es zu leichtem, aber deutlich wahrnehmbarem Bodenschütteln gekommen sein. Auch weiter entfernte Orte wie Pozo Almonte, Huara und Pica lagen noch im Einwirkungsbereich der Erschütterungen.

Chile zählt zu den erdbebenreichsten Ländern der Welt, da es an der Grenze zweier tektonischer Platten liegt. Entsprechend routiniert reagieren die Behörden auf solche Ereignisse. Die Lage wird weiterhin beobachtet, offizielle Stellen prüfen mögliche Auswirkungen.

Die Berichterstattung soll aktualisiert werden, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Augenzeugen aus der Region werden gebeten, ihre Beobachtungen zu melden, um ein möglichst genaues Bild der Auswirkungen des Bebens zu erhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert