Bundeswehr übt Tiefflüge mit Kampfhubschraubern

In Nord-, Ost- und Mittelhessen müssen sich Anwohner in dieser und der kommenden Woche auf nächtlichen Fluglärm einstellen. Das Kampfhubschrauberregiment 36 mit Standort in Fritzlar kündigt umfangreiche Tiefflugübungen an. Trainiert wird von Montag bis Donnerstag – teilweise in extrem niedriger Höhe von unter 30 Metern.

Nach Angaben der Bundeswehr dienen die Nachtflüge der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft sowie der Ausbildung junger Pilotinnen und Piloten. Die Übungen finden nicht nur in Hessen, sondern auch in Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen statt.

Mehrere Regionen betroffen

In Hessen sind unter anderem Flüge im Raum Marburg, Alsfeld, Allendorf (Eder), Korbach und Bad Hersfeld vorgesehen. Darüber hinaus werden auch Gebiete rund um Warburg, Göttingen und Mühlhausen in die Trainings einbezogen. Eine genaue räumliche Eingrenzung sei nur eingeschränkt möglich, heißt es aus Fritzlar. Um die Belastung für einzelne Orte zu reduzieren, würden die Übungsräume regelmäßig gewechselt.

Die Flüge erfolgen bewusst bei Dunkelheit, um realitätsnahe Einsatzbedingungen zu simulieren. Dabei könne es zu einer erhöhten Lärmbelastung kommen. Beschwerden oder Rückfragen zum militärischen Flugbetrieb können über eine kostenfreie Hotline an die Bundeswehr gerichtet werden.

Regiment mit breitem Einsatzspektrum

Das in Fritzlar stationierte Regiment umfasst rund 1.200 Soldatinnen und Soldaten in sieben Staffeln. Es wird für Verbindungs- und Aufklärungsflüge, Rettungsmissionen sowie Katastrophenhilfe eingesetzt. Regelmäßige Trainings – auch unter anspruchsvollen Bedingungen wie Tiefflug bei Nacht – gelten als fester Bestandteil der militärischen Vorbereitung.

Für viele Anwohner dürften die kommenden Nächte dennoch unruhig werden. Die Bundeswehr bittet um Verständnis – geflogen werde „für die Sicherheit aller“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert