32-Jähriger nach Zivilcourage schwer verletzt

Hannover. Ein mutiger Eingriff mit dramatischen Folgen: An einer Stadtbahnhaltestelle in Hannover ist ein 32-jähriger Mann am Freitagabend bei einer Messerattacke lebensgefährlich verletzt worden. Er hatte versucht, einen Streit zwischen einer 14-jährigen Schülerin und einem 17-Jährigen zu schlichten – und bezahlte seinen Einsatz beinahe mit dem Leben.

Streit eskaliert – Jugendlicher greift zum Messer

Nach Angaben der Polizei gerieten das Mädchen und der 17-Jährige gegen 20.30 Uhr an der Haltestelle zunächst verbal aneinander. Der 32-Jährige beobachtete die Situation und griff ein, offenbar um die Auseinandersetzung zu beruhigen. Doch statt einer Deeskalation entwickelte sich die Lage weiter: Der Jugendliche soll den Mann zunächst beleidigt haben. Kurz darauf eskalierte der Konflikt vollständig.

Plötzlich zog der 17-Jährige ein Messer und stach zu. Mehrfach soll er auf den 32-Jährigen eingestochen haben. Der genaue Ablauf wird derzeit von der Kriminalpolizei rekonstruiert.

Schwer verletzt in einfahrende Bahn gerettet

Trotz schwerer Stichverletzungen gelang es dem Mann, sich in eine einfahrende Stadtbahn zu retten. Dort setzte er noch selbst einen Notruf ab. An der nächsten Haltestelle stieg er aus, wo bereits alarmierte Rettungskräfte auf ihn warteten.

Ein Rettungswagen brachte den Schwerverletzten umgehend in ein Krankenhaus. Nach offiziellen Angaben erlitt er schwerste Verletzungen. Lebensgefahr besteht derzeit jedoch nicht. Sein Zustand gilt als ernst.

Tatverdächtiger festgenommen – Widerstand bei Zugriff

Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst vom Tatort. Polizeikräfte konnten ihn jedoch wenig später in unmittelbarer Nähe stellen und festnehmen. Dabei soll der 17-Jährige Widerstand geleistet haben. Weitere Details zu seiner Person oder zu möglichen Vorstrafen wurden bislang nicht veröffentlicht.

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen und zur Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr auf. Klar ist: Ohne das Eingreifen des 32-Jährigen hätte die Situation für die 14-Jährige womöglich anders geendet – sein couragierter Einsatz endete jedoch in einer blutigen Eskalation.

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen versuchten Totschlags aufgenommen. Die Hintergründe der Tat, insbesondere das Motiv und die genaue Beziehung zwischen den Beteiligten, sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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