Ein Schlag gegen den illegalen Waffenhandel ist Ermittlern des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main gelungen. Bei Durchsuchungen in Köln und Wuppertal stellten die Fahnder insgesamt 165 halbautomatische Kurzwaffen sicher. Sechs Tatverdächtige wurden festgenommen. Die Waffen haben das Kaliber 9 Millimeter Luger. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich um Fälschungen der Marke Glock. Neben den Pistolen wurden auch Magazine und zahlreiche elektronische Datenträger beschlagnahmt.
Ermittlungen liefen seit März
Der Zugriff erfolgte am 4. September 2026 und war das Ergebnis monatelanger verdeckter Ermittlungen. Das Verfahren gegen die mutmaßliche Tätergruppe läuft bereits seit März. Unterstützt wurden die Frankfurter Zollfahnder bei den Durchsuchungen von Kräften der Polizei Köln, der Polizei Düsseldorf und des Bundeskriminalamtes.
Sieben Männer im Visier
Insgesamt richtet sich das Verfahren gegen sieben Männer im Alter zwischen 20 und 36 Jahren. Unter den Beschuldigten befinden sich deutsche, syrische und türkische Staatsangehörige. Gegen zwei der am Freitag vorläufig Festgenommenen erließ das Amtsgericht Frankfurt am Samstag Haftbefehl. Gegen zwei weitere Beschuldigte lagen bereits Haftbefehle vor. Die Ermittler werfen der Gruppe Verstöße gegen das Waffengesetz und die Abgabenordnung vor.
Datenträger könnten wichtige Hinweise liefern
Neben den Waffen und Magazinen beschlagnahmten die Fahnder zahlreiche elektronische Speichermedien. Sie könnten für die weiteren Ermittlungen von erheblicher Bedeutung sein. Die Auswertung soll unter anderem Aufschluss darüber geben, wie die mutmaßlichen Geschäfte organisiert waren und ob hinter dem Waffenhandel ein größeres Netzwerk steht. Die Ermittlungen dauern an. Wegen des laufenden Verfahrens machen die Behörden derzeit keine weiteren Angaben.


