Ein Waffenfund in einer Garage in Angermünde (Uckermark) hat einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Nach einem Hinweis auf einen möglichen Einbruch stießen die Beamten auf zahlreiche Waffen, Munition, Waffenteile und Granaten verschiedener Bauart. Einige Gegenstände fallen nach Angaben der Polizei unter das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Der betroffene Garagenkomplex mit rund 30 Garagen wurde weiträumig abgesperrt. Spezialisten untersuchten die Fundstücke mit Röntgengeräten und Analyseapparaturen. Dabei sollte insbesondere geklärt werden, ob von den Gegenständen noch eine Explosions- oder andere unmittelbare Gefahr ausgeht. Auch Experten für sogenannte unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen waren im Einsatz. Die gefundenen Waffen wurden schließlich abtransportiert. Eine Evakuierung der nahe gelegenen Mehrfamilienhäuser war nach Angaben der Polizei nicht erforderlich.
Herkunft der Waffen ist ungeklärt
Woher das Waffenarsenal stammt und warum es in der Garage gelagert wurde, ist bislang offen. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Der Fund zeigt zugleich ein bekanntes Problem in Brandenburg: Neben illegal gelagerten modernen Waffen tauchen immer wieder auch Relikte aus vergangenen Konflikten auf. Im Fall von Angermünde muss nun zunächst geklärt werden, welche Herkunft und Gefährlichkeit die einzelnen Gegenstände tatsächlich haben.
Keine Gefahr für Anwohner
Trotz des umfangreichen Einsatzes bestand nach bisherigem Ermittlungsstand keine akute Gefahr für die Anwohner. Nach Abschluss der Untersuchungen konnten die Absperrungen aufgehoben und die Spezialisten wieder abrücken.


