Trinkwasser in Gütersloh verunreinigt

In Teilen von Gütersloh ist das Trinkwasser derzeit möglicherweise mit Keimen belastet. Bei routinemäßigen Beprobungen haben die Stadtwerke Gütersloh coliforme Bakterien nachgewiesen. Die Versorgungsunternehmen haben deshalb vorsorglich eine Abkochempfehlung für einen begrenzten Bereich des Stadtgebiets ausgesprochen. Die Bakterien können unter bestimmten Umständen gesundheitliche Beschwerden verursachen. Als besonders gefährdet gelten Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Bis die Ursache der Belastung geklärt und die Trinkwasserqualität wieder zweifelsfrei bestätigt ist, sollen Anwohner in dem betroffenen Gebiet besondere Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Abkochempfehlung für festgelegtes Gebiet

Betroffen ist ein Bereich, der sich zwischen der Hülsbrockstraße, dem Stadtring Nordhorn, der Carl-Miele-Straße und dem Umspannwerk Avenwedde beziehungsweise dem Efeuweg befindet. Die Stadtwerke Gütersloh empfehlen den Menschen in diesem Gebiet, das Leitungswasser vor der Verwendung vorsorglich abzukochen. Die Empfehlung gilt insbesondere für alle Anwendungen, bei denen Wasser direkt in den Körper gelangen kann.

Trinkwasser vor Nutzung sprudelnd aufkochen

Nach Angaben der Stadtwerke sollte das Wasser vor der Verwendung sprudelnd aufgekocht und anschließend abgekühlt werden. Dies betrifft insbesondere das Trinken und die Zubereitung von Getränken und Speisen. Auch zum Zähneputzen und für medizinische Anwendungen sollte ausschließlich abgekochtes Wasser verwendet werden.

Als Alternative können die betroffenen Haushalte auf abgepacktes Trinkwasser aus Flaschen zurückgreifen.

Für andere Verwendungszwecke gelten die jeweiligen Hinweise der Stadtwerke. Entscheidend ist, dass das möglicherweise belastete Wasser nicht ungekocht für Anwendungen genutzt wird, bei denen es aufgenommen werden kann.

Leitungsnetz wird gespült und intensiv kontrolliert

Die Stadtwerke haben bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Belastung möglichst schnell zu beseitigen. Dazu werden die betroffenen Leitungsabschnitte gespült. Gleichzeitig erfolgen engmaschige weitere Wasserproben. Mit den zusätzlichen Untersuchungen soll festgestellt werden, wie es zum Nachweis der coliformen Bakterien kommen konnte und ob sich die Belastung inzwischen verändert hat. Erst wenn die Untersuchungen keine Auffälligkeiten mehr zeigen, kann die Abkochempfehlung aufgehoben werden.

Stadtwerke arbeiten mit Gesundheitsamt zusammen

Bei der Aufklärung der Ursache stehen die Stadtwerke Gütersloh nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh. Die Behörden beobachten die Situation und stimmen die weiteren Maßnahmen miteinander ab. Für die betroffenen Bürger bedeutet dies: Die Abkochempfehlung bleibt bestehen, bis offiziell Entwarnung gegeben wird. Anwohner sollten daher die aktuellen Hinweise der Stadtwerke und des Gesundheitsamtes beachten und das Leitungswasser bis dahin entsprechend vorsichtig verwenden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert