Nach dem schweren Wald- und Moorbrand am Chiemsee ist die Lage inzwischen unter Kontrolle. Rund 300 Einsatzkräfte kämpften seit den Nachtstunden gegen die Flammen auf einer etwa sechs Hektar großen Fläche im Bereich des Damberger Filzes bei Übersee. Trotz des Löscherfolgs rechnen die Behörden damit, dass sich die aufwendigen Nachlöscharbeiten noch über mehrere Tage hinziehen werden. Glutnester müssen weiterhin sorgfältig bekämpft werden.
Der dichte Rauch des Feuers hatte zeitweise massive Auswirkungen auf den Verkehr. Die Autobahn A8 zwischen Übersee und Bernau musste wegen eingeschränkter Sicht vollständig gesperrt werden. Zusätzlich unterstützten Polizeihubschrauber die Löscharbeiten aus der Luft mit Löschwasserabwürfen, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.
Wetter bringt vorübergehende Entspannung
Nach Einschätzung von Experten dürfte das kühlere Wetter die Waldbrandgefahr in Bayern zunächst etwas entschärfen. Dauerhafte Entwarnung gibt es jedoch nicht. Bereits in den kommenden Tagen könnten steigende Temperaturen das Risiko neuer Brände wieder erhöhen. Besonders während der laufenden Erntezeit wächst die Gefahr von Flächenbränden durch Funkenflug oder heiß laufende Maschinen.
Die Einsatzkräfte hoffen auf anhaltenden Landregen, der verbliebene Glutnester dauerhaft löschen könnte. Gleichzeitig appellieren Feuerwehr und Experten an die Bevölkerung, in Wäldern und auf Feldern größte Vorsicht walten zu lassen. Bereits ein kleiner Funke kann bei anhaltender Trockenheit einen neuen Großbrand auslösen.


