Großalarm nach Bombendrohung am BER

Schönefeld. Alarm am Hauptstadtflughafen BER: Eine Bombendrohung hat am Donnerstagabend einen stundenlangen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz ausgelöst. Das Terminal 2 des Flughafens Berlin Brandenburg musste zeitweise geräumt und abgesperrt werden. Reisende wurden umgeleitet, zahlreiche Einsatzkräfte sicherten das Gelände. Auslöser des Großeinsatzes war ein anonymer Anruf, bei dem ein bislang unbekannter Mann eine Sprengung im Flughafengebäude angekündigt haben soll. Die Sicherheitsbehörden reagierten sofort mit umfangreichen Maßnahmen.

Bombendrohung löst Alarm am Flughafen BER aus

Nach Angaben der Polizeidirektion Süd ging die Drohung gegen 21.15 Uhr telefonisch ein. Der Anrufer kündigte demnach an, eine Explosion im Terminal 2 des BER herbeizuführen. Unmittelbar nach dem Eingang der Drohung wurden Polizei, Feuerwehr und Spezialkräfte alarmiert. Sicherheitskräfte begannen umgehend damit, Teile des Terminals zu räumen und abzusichern. Besonders der Bereich vor den Sicherheitskontrollen wurde evakuiert. Reisende mussten den Bereich verlassen oder wurden über andere Wege durch den Flughafen geleitet.

Terminal 2 stundenlang gesperrt

Während des Einsatzes blieb Terminal 2 zeitweise vollständig gesperrt. Auch Zufahrtsbereiche rund um den Flughafen wurden abgesichert und teilweise geschlossen. Trotz der massiven Sicherheitsmaßnahmen konnte der eigentliche Flugbetrieb nach bisherigen Erkenntnissen aufrechterhalten werden. Passagiere wurden stattdessen über Terminal 1 abgefertigt. Dennoch kam es für zahlreiche Reisende zu Verzögerungen, Umleitungen und Einschränkungen im Bereich des Flughafens.

Mehr als 30 Einsatzfahrzeuge vor Ort

Am BER bot sich am späten Abend ein außergewöhnliches Bild: Zahlreiche Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz standen rund um das Flughafengelände bereit. Neben Einsatzkräften aus dem Landkreis Dahme-Spreewald wurden auch verschiedene Hilfsorganisationen alarmiert. Insgesamt waren mehr als 30 Fahrzeuge im Einsatz. Die Behörden bereiteten sich auf ein mögliches größeres Gefahrenereignis vor. Spezialisten für Sprengstofflagen durchsuchten das Terminal sowie weitere relevante Bereiche des Flughafens.

Keine gefährlichen Gegenstände gefunden

Nach stundenlangen Kontrollen konnten die Einsatzkräfte schließlich Entwarnung geben. Weder ein Sprengsatz noch andere gefährliche Gegenstände wurden entdeckt. Erst gegen 2 Uhr in der Nacht zum Freitag wurde das Terminal wieder freigegeben und die Sperrungen aufgehoben. Die Polizei geht derzeit von einer falschen Bombendrohung aus. Dennoch werden solche Hinweise aufgrund der Sicherheitslage an Flughäfen äußerst ernst genommen.

Polizei fahndet nach unbekanntem Anrufer

Wer hinter der Drohung steckt, ist bislang unklar. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Süd hat Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten versuchen nun, den anonymen Anrufer zu identifizieren. Dabei dürften unter anderem Telefonspuren und technische Daten ausgewertet werden. Der Vorfall zeigt erneut, wie sensibel die Sicherheitslage an internationalen Flughäfen ist. Bereits einzelne Drohungen können innerhalb kürzester Zeit massive Polizeieinsätze und erhebliche Einschränkungen auslösen. Für viele Reisende am BER blieb am Ende vor allem Erleichterung, dass sich die Bombendrohung nicht bestätigte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert