Frankfurt (Main). Ein spektakulärer Drogenfund ist dem Zoll nahe Blumberg gelungen: Beamte des Hauptzollamts Singen entdeckten bei einer Fahrzeugkontrolle rund 50 Kilogramm Marihuana in einem Auto mit Frankfurter Zulassung. Die Drogen waren in Müllsäcken versteckt und im gesamten Fahrzeug verteilt. Der Fahrer behauptete gegenüber den Ermittlern, die große Menge Cannabis sei ausschließlich für den Eigengebrauch bestimmt gewesen.
Zoll kontrolliert Mercedes bei Stichprobe
Der Fund gelang bereits Ende April 2026 im Rahmen einer stichprobenartigen Kontrolle im Grenzgebiet zur Schweiz. Eine Zollstreife stoppte einen Mercedes Benz mit Kennzeichen aus Frankfurt am Main nahe Blumberg. Am Steuer saß ein 24-jähriger Mann aus Polen. Nach Angaben der Beamten wirkte der Wagen bei der Kontrolle auffällig beladen. Bei der anschließenden Durchsuchung machten die Zöllner schließlich den großen Drogenfund.
Marihuana in Müllsäcken versteckt
Insgesamt entdeckten die Beamten rund 50 Kilogramm Marihuana, verteilt auf 47 Beutel in acht großen Müllsäcken. Die Pakete waren im Kofferraum, in der Reserveradmulde sowie im Fußraum vor den Rücksitzen versteckt. Die Menge deutet nach Einschätzung der Ermittler klar auf einen groß angelegten Drogentransport hin. Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen dürfte erheblich sein.
Fahrer spricht von „Eigengebrauch“
Der 24-Jährige erklärte den Zollbeamten, er sei aus der Schweiz auf dem Rückweg nach Frankfurt am Main. Das Marihuana habe er dort gekauft – angeblich ausschließlich für den persönlichen Konsum. Diese Aussage dürfte die Ermittler allerdings kaum überzeugt haben. Schon die Menge von 50 Kilogramm spricht aus Sicht der Behörden deutlich gegen Eigenbedarf.
Strafverfahren wegen Drogenimport eingeleitet
Die Drogen wurden vollständig sichergestellt. Gegen den Fahrer leitete der Zoll ein Strafverfahren wegen Besitzes sowie Einfuhr von Cannabis in nicht geringer Menge ein. Auch nach der Teillegalisierung von Cannabis bleibt die Einfuhr größerer Mengen aus dem Ausland nach Deutschland grundsätzlich verboten.
Zollfahndung übernimmt Ermittlungen
Die weiteren Ermittlungen führt nun das Zollfahndungsamt Stuttgart. Die Behörden prüfen unter anderem, ob der Mann Teil eines größeren Schmuggelnetzwerks sein könnte. Insbesondere grenznahe Regionen zur Schweiz gelten seit Jahren als sensible Routen für Drogenschmuggel nach Deutschland. Der Fall zeigt erneut, dass Zoll und Ermittlungsbehörden ihre Kontrollen an den Grenzen weiterhin massiv verstärken.


