Auf den Philippinen ist es am Donnerstag zu einem erneuten Vulkanausbruch gekommen: Der Kanlaon auf der Insel Negros stieß eine gewaltige Aschewolke aus, die bis zu 1200 Meter in den Himmel aufstieg. Nach Angaben des Philippine Institute of Volcanology and Seismology wurde die Eruption genau beobachtet, während Behörden die Lage weiter einschätzen.
Beliebtes Ziel – und gefährlicher Feuerberg
Mit einer Höhe von 2435 Metern zählt der Kanlaon zu den markantesten Vulkanen des Landes und ist zugleich ein beliebtes Ziel für Bergsteiger. Doch der Berg ist geologisch komplex und aktiv: Zahlreiche pyroklastische Kegel und Krater prägen seine Flanken. Der Gipfel besteht aus einer langgestreckten Caldera mit einem Kratersee im Norden sowie einem kleineren, jedoch deutlich aktiveren Krater im Süden.
Serie von Eruptionen setzt sich fort
Bereits im Februar hatte der Vulkan innerhalb weniger Tage zwei mittelschwere Ausbrüche gezeigt. Besonders betroffen war damals die nahegelegene Stadt La Castellana, wo nach der zweiten Eruption Ascheregen niederging. Die jüngste Aktivität reiht sich damit in eine Serie erhöhter vulkanischer Unruhe ein.
Tödliche Erinnerung an 1996
Der Kanlaon ist nicht nur ein faszinierendes Naturphänomen, sondern auch eine ernstzunehmende Gefahr. Im August 1996 kam es zu einer plötzlichen, unvorhergesehenen Eruption. Dabei verloren ein britischer sowie zwei philippinische Bergsteiger ihr Leben. 17 weitere Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt am Berg befanden, konnten gerettet werden.
Teil des Pazifischen Feuerrings
Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischer Feuerring, einer der aktivsten geologischen Zonen der Erde. Hier treffen mehrere Erdplatten aufeinander, was regelmäßig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen führt. Der Kanlaon ist einer von rund zwei Dutzend aktiven Vulkanen in dem Inselstaat.
Behörden beobachten Lage genau
Auch wenn bislang keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden vorliegen, verfolgen die Behörden die Situation aufmerksam. Weitere Eruptionen können nicht ausgeschlossen werden. Besonders für Anwohner und Bergsteiger bleibt die Lage angespannt, da sich vulkanische Aktivität oft kurzfristig verstärken kann.


