Ein leichtes Erdbeben hat am frühen Donnerstagmorgen die Region um Paderborn erschüttert. Nach Auswertungen des Portals Erdbebennews wurde das Beben um 5:55 Uhr mit einer Magnitude von 1,2 gemessen. Das Epizentrum lag im Osten der Stadt, die Tiefe wird auf etwa zehn Kilometer geschätzt.
Kaum spürbar – vereinzelte Wahrnehmungen gemeldet
Die Intensität des Bebens lag unterhalb der üblichen Spürbarkeitsgrenze. Dennoch berichteten einzelne Anwohner von einem leichten Grollen, das in den frühen Morgenstunden wahrgenommen wurde. Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur sind nach aktuellem Stand nicht zu erwarten.
Unsichere Messdaten durch geringe Stationsdichte
Experten weisen darauf hin, dass die genaue Tiefe des Bebens aufgrund einer vergleichsweise geringen Dichte an Messstationen in der Region nur eingeschränkt bestimmt werden konnte. Die vorliegenden Daten basieren auf Modellrechnungen und können lokal variieren.
Region gilt als seismischer Schwerpunkt in Ostwestfalen
Der Raum Paderborn zählt zu den aktivsten Erdbebengebieten in Ostwestfalen. In den vergangenen Jahren kam es hier wiederholt zu kleineren Erschütterungen, die teilweise auch von der Bevölkerung wahrgenommen wurden.
Geologische Ursachen reichen bis in die Eiszeit zurück
Die Ursachen für die seismische Aktivität liegen in alten geologischen Störungszonen im Bereich des Teutoburger Wald und des Eggegebirge. Diese Strukturen wurden nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen durch Prozesse im Zusammenhang mit dem Ende der letzten Eiszeit wieder aktiviert.
Keine Gefahr – aber kontinuierliche Beobachtung
Auch wenn das aktuelle Beben harmlos verlief, bleibt die Region unter Beobachtung. Fachleute betonen, dass solche Mikrobeben typisch für aktive Störungszonen sind und wichtige Hinweise auf geologische Prozesse liefern.


