Bottrop. Bei einer gemeinsamen Verkehrskontrolle von Zoll und Polizei ist am 12. Februar 2026 in Bottrop ein 45-jähriger Mann vorläufig festgenommen worden. Die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Dortmund kontrollierten zusammen mit Kräften der Verkehrsdirektion des Polizeipräsidiums Recklinghausen Fahrzeuge auf der Bundesstraße 224.
Im Rahmen der Standkontrolle wurde ein Kleintransporter aus dem fließenden Verkehr gezogen. Am Steuer saß ein serbischer Staatsangehöriger, der sich lediglich mit einer Kopie seines Reisepasses ausweisen konnte. Bei der Befragung gab er an, als selbstständiger Schrotthändler tätig zu sein.
Für die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit in Deutschland benötigen Staatsangehörige aus Serbien jedoch einen entsprechenden nationalen Aufenthaltstitel, der die Ausübung dieser Tätigkeit ausdrücklich erlaubt. Eine gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis konnte der Mann nicht vorlegen.
Die Zollbeamten leiteten daraufhin ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts ein und nahmen den 45-Jährigen vorläufig fest. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde er an die zuständige Ausländerbehörde der Stadt Wuppertal übergeben. Dort wird nun geprüft, ob und unter welchen Voraussetzungen ein weiterer Aufenthalt im Bundesgebiet möglich ist.
Zusätzlich stellte die Polizei fest, dass der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Auch in diesem Zusammenhang wurde ein weiteres Strafverfahren eingeleitet.
Die Kontrolle ist Teil regelmäßiger Maßnahmen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit, illegaler Beschäftigung und Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht.


