Starkes Erdbeben erschüttert griechische Insel

Kasos. In der Nacht zu Mittwoch hat ein starkes Erdbeben die Region rund um die griechische Insel Kasos erschüttert. Mit einer Magnitude von 6,1 war das Beben so heftig, dass die Behörden eine Tsunami-Warnung für die umliegenden Küstengebiete aussprachen. Anwohner und Urlauber wurden dazu aufgerufen, sich rasch ins Landesinnere zu begeben.

Epizentrum nahe Kasos – Erdbeben bis nach Ägypten spürbar

Das Beben wurde um 1:51 Uhr Ortszeit (0:51 Uhr MESZ) registriert. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) lag das Epizentrum etwa 15 Kilometer südlich der Inselhauptstadt Fry – in einer Tiefe von rund 78 Kilometern. Obwohl zunächst keine Schäden oder Verletzten gemeldet wurden, war die Erschütterung weit über die Region hinaus zu spüren. Sogar in Teilen der Türkei, Israels und Ägyptens zitterte der Boden. Auch auf der nahegelegenen Urlaubsinsel Kreta riss das Beben zahlreiche Menschen aus dem Schlaf.

Griechenland erlebt seismisch unruhiges Jahr

Seit Beginn des Jahres verzeichnete Griechenland bereits Tausende von Erdstößen – vor allem rund um die Vulkaninsel Santorini. Experten sprechen von der heftigsten Erdbebenserie in der Region seit 1964. Im Januar und Februar erreichten einige der Beben eine Stärke von bis zu 5,3.

Die Behörden reagierten mit drastischen Maßnahmen: Im Februar wurde auf Santorini der Notstand ausgerufen. Schulen schlossen, und ein Großteil der 16.000 Einwohner sowie viele Touristen verließen vorsorglich die Insel.

Vorsicht bleibt geboten

Auch wenn das aktuelle Beben bei Kasos zunächst keine größeren Schäden angerichtet zu haben scheint, bleibt die Sorge vor möglichen Nachbeben und einem Tsunami bestehen. Die seismische Aktivität in der Ägäis gilt ohnehin als besonders hoch – und stellt nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für den Tourismus eine Herausforderung dar.

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