Teneriffa. Auf Teneriffa hat sich nur wenige Wochen nach einer Reihe schwerer Unglücksfälle durch extreme Wellen erneut eine tödliche Tragödie ereignet. Am Sonntagnachmittag kamen zwei Männer und eine Frau ums Leben, als mehrere außergewöhnlich hohe Wellen das Naturschwimmbecken Isla Cangrejo im Westen der Insel überspülten. Drei weitere Personen wurden verletzt. Nach ersten Informationen sollen sich unter den Opfern Besucher aus Italien und der Slowakei befinden.
Die Katastrophe ereignete sich trotz bereits bestehender Warnhinweise der Behörden. Der Atlantik zeigte sich an diesem Wochenende erneut unruhig, und die Rettungskräfte berichten, dass mehrere Menschen von den Wassermassen mitgerissen wurden. Einige konnten sich selbstständig in Sicherheit bringen, doch für die drei Verunglückten kam jede Hilfe zu spät.
Der Unfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein: Erst vor rund einem Monat waren an verschiedenen Küstenabschnitten Teneriffas mehrere Badegäste tödlich verunglückt, darunter auch am beliebten Strand von Puerto de la Cruz. Die Region kämpft regelmäßig mit starkem Wellengang, der besonders in Wintermonaten Lebensgefahr darstellen kann.
Der Natur-Pool von Isla Cangrejo gilt als idyllischer, durch eine Betonmauer geschützter Badeort. Offizielle Informationen der Regionalregierung weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass bei Flut und heftigem Wellengang besondere Vorsicht geboten ist. Die aktuelle Unglücksserie wirft nun erneut Fragen nach Sicherheitsmaßnahmen, Warnsystemen und dem Verhalten von Besucherinnen und Besuchern in Risikozonen auf.


