Polarwirbel sorgt für Wetterchaos

Die Wetterlage über Deutschland entwickelt sich derzeit zu einem echten Nervenspiel. Noch vor wenigen Tagen schienen die Prognosen eindeutig: eisige Kaltluft aus dem Osten, Spätwinter mit frostigen Temperaturen und möglichem Schneefall. Doch nun drehen die Wettermodelle überraschend – und stellen alles infrage. Ausgerechnet der Polarwirbel sorgt für einen meteorologischen Krimi, dessen Ausgang völlig offen ist.

„Noch vor zwei Tagen war die Prognose klar: kalt, Kaltluft aus Osten. Jetzt schert das europäische Wettermodell stark aus“, erklärt Meteorologe Jan Schenk von weather.com. Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Berechnungen grundlegend verändert. Statt sibirischer Kälte rückt nun plötzlich milde Luft in den Fokus – Temperaturen, die eher an den Frühling als an den Hochwinter erinnern.

Modelle uneins – Polarwirbel als Zünglein an der Waage

Auslöser der extremen Prognose-Schwankungen ist der Polarwirbel. Dieses großräumige Windsystem in der Stratosphäre beeinflusst maßgeblich, ob kalte Polarluft nach Europa ausbricht oder ob milde Luftmassen aus dem Westen dominieren. Aktuell zeigen die Wettermodelle völlig unterschiedliche Szenarien. Während einige weiterhin einen Winterrückfall berechnen, sehen andere bereits eine deutlich wärmere Wetterphase im Februar.

Für Meteorologen ist diese Situation besonders heikel: Jede neue Modellrechnung kann das Bild erneut kippen. Sicher scheint derzeit nur eines – die Wetterlage bleibt hochdynamisch und schwer vorherzusagen.

Der Hundertjährige Kalender verspricht Extreme

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält die Diskussion durch einen Blick in den sogenannten Hundertjährigen Kalender. Dessen Prognose für den Februar 2026 liest sich wie ein Wetterthriller: Zunächst soll der Monat trüb beginnen, ab dem 8. Februar sei „bittere Kälte“ angesagt, am 9. Februar sogar extreme Minusgrade, wie sie lange nicht mehr aufgetreten seien. Anschließend soll die Kälte bis zum 12. Februar anhalten – nur um dann abrupt in Wärme umzuschlagen.

Der Kalender prophezeit, dass innerhalb eines Tages der gesamte Schnee tauen könnte, mit der Folge möglicher Überschwemmungen. Bis zum 27. Februar soll es danach mild bleiben, ehe der Frost noch einmal zurückkehrt. Ob diese Vorhersagen eintreffen, ist allerdings höchst umstritten: Meteorologen weisen regelmäßig darauf hin, dass der Hundertjährige Kalender keine wissenschaftlich belastbare Wettervorhersage darstellt.

Zwischen Frost und Frühling bleibt alles offen

Ob Deutschland im Februar tatsächlich noch einmal tief in den Winter rutscht oder ob ungewöhnlich milde Luft den Ton angibt, ist derzeit völlig unklar. Fest steht: Der Polarwirbel macht den Wetterdiensten einen Strich durch die Rechnung – und hält Deutschland in meteorologischer Spannung. Für Bürgerinnen und Bürger heißt das vorerst: abwarten, flexibel bleiben und sich auf schnelle Wetterumschwünge einstellen.

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