Während der Osten und Nordosten Deutschlands weiterhin unter klirrender Kälte leiden, droht im Westen und Südwesten eine neue, gefährliche Wetterlage. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) richtet den Blick auf die kommenden Wochen. Wetterexpertin Kathy Schrey von „wetter.net“ warnt vor einer möglichen extremen Kältewelle zur Monatsmitte. Nach aktuellen Modellrechnungen könnten die Temperaturen nachts auf bis zu minus 20 Grad fallen. Begleitet werden könnte die Kälte von weiteren Schneefällen und erneutem Eisregen – mit massiven Auswirkungen auf Verkehr und Infrastruktur.
Nordosten weiter im Tiefkühlmodus
Besonders angespannt bleibt die Lage in Berlin und im Nordosten. In der Hauptstadt sind viele Gehwege weiterhin vereist, Entlastung ist kaum in Sicht. Immerhin dürfen Streusalze inzwischen wieder eingesetzt werden, zudem stellt die Stadtreinigung kostenlos Splitt zur Verfügung – auch für private Haushalte.
In Mecklenburg-Vorpommern verschärft der Wind die Kälte zusätzlich. Wetterexperte Stefan Kreibohm spricht von gefühlten Temperaturen bis minus 22 Grad. Verantwortlich ist der Wind-Chill-Effekt, bei dem der Wind die wärmende Luftschicht am Körper ständig abträgt – die Kälte wird als deutlich intensiver empfunden.
Winter fordert bereits Todesopfer
Wie gefährlich die aktuelle Wetterlage ist, zeigt ein tragischer Unfall in Ostfriesland. In der Nacht zum Samstag kam ein Auto bei Holtland auf schneeglatter Straße von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Ein 29-jähriger Beifahrer starb noch an der Unfallstelle, der Fahrer wurde schwer verletzt. Der Unfall unterstreicht die Dringlichkeit der Warnungen: Autofahrer sollten besonders vorsichtig fahren, Geschwindigkeit anpassen und unnötige Fahrten vermeiden.


