Mehrere Tote bei Silvester-Inferno in der Schweiz

Zermatt. Eine schwere Explosion hat in der Silvesternacht den Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana erschüttert. In einem bei Urlaubern beliebten Kellerlokal kam es zu einer verheerenden Detonation, bei der nach Angaben der Kantonspolizei mehrere Menschen ums Leben kamen und zahlreiche weitere teils schwer verletzt wurden. Die genaue Zahl der Opfer war am frühen Donnerstagmorgen noch unklar.

Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich die Explosion gegen 1.30 Uhr während laufender Silvesterfeierlichkeiten in der Bar und Lounge „Le Constellation“, die sich im Untergeschoss eines Gebäudes befindet. Die Ursache ist bislang nicht geklärt. Die Polizei sprach offiziell von einer „Explosion unbekannter Ursache“. Medienberichte deuten jedoch darauf hin, dass Pyrotechnik im Zusammenhang mit einem Konzert eine Rolle gespielt haben könnte. In sozialen Netzwerken kursieren Berichte über mehrere Explosionen, diese Angaben sind bislang nicht bestätigt.

Zum Zeitpunkt des Unglücks sollen sich mehr als hundert Menschen in dem Kellerlokal aufgehalten haben. Ein Sprecher der Kantonspolizei sprach von einem dramatischen Lagebild: „Mehr als hundert Menschen waren in dem Gebäude, und wir sehen viele Verletzte und viele Tote.“ Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Mehrere Krankenwagen sowie Rettungshubschrauber waren im Einsatz, um Verletzte in umliegende Kliniken zu transportieren.

Nach Angaben des Schweizer Rundfunks SRF werden in den Krankenhäusern derzeit Patienten mit schwersten Brand- und Explosionsverletzungen behandelt. Eine vollständige Übersicht über Tote und Verletzte liegt bislang nicht vor. Für Angehörige und Betroffene richteten die Behörden eine Hotline ein.

Das Feuer, das infolge der Explosion ausbrach, konnte nach Angaben der Polizei in den frühen Morgenstunden unter Kontrolle gebracht werden. Unbestätigte Videoaufnahmen in sozialen Medien zeigen Flammen, die aus dem Kellerbereich des Lokals schlagen, in dem zahlreiche Gäste ins neue Jahr feiern wollten.

Crans-Montana gilt als exklusiver Ferienort im Wallis und ist international bekannt für hochklassige Wintersportveranstaltungen. Der Ort liegt rund zwei Autostunden von Bern entfernt und verfügt über etwa 160 Kilometer Skipisten. Die Tragödie überschattet nun den Jahreswechsel in einer Region, die sonst für Luxus, Wintersport und ausgelassene Feiern steht.

Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion laufen auf Hochtouren. Die Polizei schloss weitere Informationen im Laufe des Tages nicht aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert