Leichtes Erdbeben (M2.3) nahe Bonn

Bonn. Wie das Portal Erdbebennews berichtet, hat in den frühen Morgenstunden des 8. Oktober 2025 ein leichtes Erdbeben die Region um Bonn erschüttert. Nach Angaben des Landesamtes für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (LGB RLP) trat das Beben um 5:19 Uhr mit einer Magnitude von 2,3 in rund zehn Kilometern Tiefe auf. Das Epizentrum lag bei Meckenheim, südwestlich von Bonn.

Kaum Schäden, aber spürbare Erschütterungen

Zwar war das Erdbeben schwach, doch nach Berechnungen des Fachportals Erdbebennews könnten die Erschütterungen von bis zu 32.000 Menschen in der Region wahrgenommen worden sein. Die berechnete Maximalintensität lag bei 2,5 auf der europäischen Makroseismischen Skala – zu schwach, um Schäden zu verursachen, aber ausreichend, um ein leichtes Zittern oder ein dumpfes Grollen spürbar zu machen.

Bewohner in Meckenheim und umliegenden Gemeinden berichteten von kurzen Vibrationen, vereinzelt begleitet von einem grollenden Geräusch. Eine manuelle Überprüfung der automatischen Messdaten durch die Landesbehörde steht noch aus.

Geologisch aktives Gebiet

Das Erdbeben reiht sich in eine Serie kleinerer seismischer Aktivitäten entlang der sogenannten Swist-Störung ein – einer tektonischen Bruchlinie, die direkt unter Meckenheim verläuft. Sie ist Teil des Niederrheingrabens, einer der bedeutendsten geologischen Strukturen in Westdeutschland.

Die Region steht unter langsamer, aber kontinuierlicher Dehnung der Erdkruste: Mit weniger als einem Millimeter pro Jahr bewegt sich das Gebiet in Nordost-Südwest-Richtung auseinander. Diese Bewegungen sind Folge tiefreichender magmatischer Prozesse in der Eifel und des anhaltenden Drucks der Alpenbildung im Süden Europas.

Immer wieder kommt es daher zu kleinen bis mäßigen Erdbeben. Historische Aufzeichnungen und geologische Befunde belegen sogar, dass im Niederrheingebiet auch starke Beben über Magnitude 6 in vorhistorischer Zeit aufgetreten sind.

Erinnerung an die ständige Bewegung unter unseren Füßen

Das aktuelle Beben zeigt einmal mehr, dass auch in Westdeutschland die Erde in Bewegung ist – wenn auch meist unbemerkt. Fachleute betonen, dass solche Ereignisse kein Anlass zur Sorge sind, aber wertvolle Daten liefern, um die seismische Aktivität und die Struktur der Erdkruste in der Region besser zu verstehen.

Ein Sprecher des LGB RLP erklärte, man beobachte die seismische Aktivität im Rheinland kontinuierlich. Die Region bleibe „eine der seismisch aktivsten in Deutschland“, auch wenn die meisten Beben dort harmlos bleiben.

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