Insel Bornholm komplett ohne Strom

Ein massiver Stromausfall hat die dänische Ostseeinsel Bornholm lahmgelegt. Am Mittwochvormittag brach nach Medienberichten die Stromversorgung auf der gesamten Insel zusammen. Betroffen waren rund 18.500 Haushalte – damit praktisch alle Einwohner und Betriebe Bornholms.

Auslöser war nach Angaben des Energieversorgers Trefor eine Störung an dem Unterseekabel, über das die Insel mit Strom versorgt wird. Zunächst war von einem möglichen Defekt die Rede, später stellte das Unternehmen jedoch klar, dass das Kabel nicht beschädigt, sondern überlastet gewesen sei. Um größere Schäden zu vermeiden, sei die Verbindung außer Betrieb genommen worden. Die Störung wurde um 10.16 Uhr im Kontrollzentrum registriert.

Die Wiederherstellung der Versorgung gestaltet sich schwierig. Laut Trefor sind mehrere technische Schritte notwendig, um das Unterseekabel wieder stabil in Betrieb zu nehmen. Ein genauer Zeitpunkt für die vollständige Entwarnung wurde zunächst nicht genannt. Parallel dazu versuchen die Behörden, ein lokales Kraftwerk auf Bornholm hochzufahren, um zumindest Teile der Insel wieder mit Strom zu versorgen.

Die Auswirkungen des Blackouts reichen über den Strom hinaus. Behörden warnten vor möglichen Einschränkungen bei Wasser- und Wärmeversorgung sowie bei Kommunikationsnetzen. Der Katastrophenschutz rief die Bevölkerung zur Ruhe auf und empfahl, sich mit Taschenlampen oder Kerzen auszustatten.

Auch die Polizei hat Ermittlungen zu den Hintergründen des Stromausfalls aufgenommen. Währenddessen bleibt die Lage auf der Insel angespannt – der Vorfall zeigt erneut, wie verwundbar abgelegene Regionen durch ihre Abhängigkeit von zentraler Infrastruktur sind.

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