Im Zentrum Griechenlands hat ein leichtes Erdbeben am Samstagmorgen die seismisch aktive Region Thessalien erneut in den Fokus gerückt. Nach ersten Angaben ereignete sich das Beben am 7. Februar 2026 um 08:04 Uhr Ortszeit (GMT +2) und erreichte eine Magnitude von 2,3. Das Epizentrum lag rund 10,9 Kilometer von der Stadt Karditsa entfernt.
Über die genaue Tiefe des Erdbebens liegen bislang keine gesicherten Daten vor. Fachleute gehen jedoch von einer geringen Herdtiefe aus, wie sie für kleinere Beben in dieser Region typisch ist. Schäden oder Verletzte wurden nicht gemeldet. Nach übereinstimmenden Berichten wurde das Beben von der Bevölkerung nicht wahrgenommen.
Trotz der geringen Stärke verweisen Seismologen auf die besondere Bedeutung des Ereignisses. Thessalien zählt zu den seismisch aktivsten Gebieten Griechenlands. Seit dem Jahr 1900 wurden dort mindestens 14 Erdbeben mit einer Stärke von 6,0 oder höher registriert. Diese Häufung zeigt, dass starke Erschütterungen zwar selten auftreten, jedoch fest zum geologischen Risikoprofil der Region gehören.
Statistisch gesehen kommt es in dem Gebiet etwa alle fünf bis zehn Jahre zu einem stärkeren Erdbeben. Kleinere, kaum spürbare Erschütterungen wie das aktuelle Ereignis gelten als Ausdruck der anhaltenden tektonischen Spannungen entlang aktiver Störungszonen. Sie liefern Wissenschaftlern wichtige Daten zur Überwachung der seismischen Lage.
Behörden sehen derzeit keinen Anlass zur Sorge, beobachten die Situation jedoch routinemäßig weiter. Für Experten ist das Beben ein weiterer Hinweis darauf, wie wichtig kontinuierliche Überwachung und Vorsorge in einer der erdbebengefährdetsten Regionen Europas bleiben.


