Erdbeben der Stärke 5.8 in Indonesien

Ein starkes Erdbeben hat in den frühen Morgenstunden die indonesische Provinz Maluku erschüttert. Wie das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) mitteilte, ereignete sich das Beben nahe der Stadt Saumlaki im Verwaltungsbezirk Western Southeast Maluku Regency. Die Erschütterung erreichte nach vorläufigen Angaben eine Magnitude von 5,8 und trat am Samstag, dem 7. Februar 2026, gegen 06:20 Uhr Ortszeit auf. Das Hypozentrum lag demnach in geringer Tiefe von etwa zehn Kilometern.

Auch die indonesische staatliche Behörde für Meteorologie, Klima und Geophysik (BMKG) bestätigte das Ereignis, bezifferte die Stärke jedoch leicht höher mit 5,9. Das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam kam ebenfalls auf eine Magnitude von 5,8. Solche Abweichungen sind in der Frühphase nach einem Erdbeben üblich, da die Messdaten zunächst automatisch ausgewertet und anschließend von Seismologen manuell überprüft und präzisiert werden. In den kommenden Stunden sind daher noch Korrekturen bei Stärke, Tiefe oder genauer Lage des Epizentrums möglich.

Nach Einschätzung von Experten dürfte das Beben in weiten Teilen der Umgebung deutlich zu spüren gewesen sein. Aufgrund der geringen Tiefe gelten die Erschütterungen als besonders intensiv. Schäden können daher nicht ausgeschlossen werden. Vor allem in der näheren Umgebung des Epizentrums ist mit leichten bis mittleren Schäden an Gebäuden zu rechnen, auch wenn bislang keine offiziellen Berichte über Verletzte oder größere Zerstörungen vorliegen.

Die Stadt Saumlaki, in der rund 13.800 Menschen leben, liegt etwa 124 Kilometer vom Epizentrum entfernt. Dort dürfte es nach seismologischen Einschätzungen zumindest zu spürbarem Bodenschütteln gekommen sein. Lokale Behörden prüfen derzeit die Lage und sammeln Informationen aus den betroffenen Regionen.

Indonesien liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen. Starke und mittelstarke Erschütterungen gehören dort zum Alltag. Dennoch sorgt jedes neue Beben für Besorgnis, da frühere Ereignisse immer wieder gezeigt haben, welches Zerstörungspotenzial selbst Erdbeben mittlerer Stärke entfalten können. Die Situation in Maluku wird weiterhin aufmerksam beobachtet.

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