Hohen Venn: Teile von Monschau evakuiert

Der Großbrand im belgischen Hohen Venn hat in der Nacht zum Montag auch die deutsche Seite erreicht. Wegen der zunehmenden Gefahr ordneten die Behörden die sofortige Evakuierung zweier Straßenzüge im Monschauer Stadtteil Kalterherberg an. Rund 30 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Betroffen waren die Bereiche Ruitzhof und Geisberg. Die Stadt Monschau forderte die Bewohner auf, den Gefahrenbereich umgehend zu verlassen. Als Ausweichunterkunft wurde eine Schule in Simmerath eingerichtet. Die meisten Betroffenen kamen jedoch bei Verwandten oder Freunden unter.

Die Evakuierung erfolgte, nachdem sich die Brandlage auf belgischer Seite weiter verschärft hatte und eine Ausbreitung in Richtung Deutschland nicht ausgeschlossen werden konnte.

Feuerfront rückt an die Grenze

Der Waldbrand im Hohen Venn gehört zu den größten Vegetationsbränden, die Belgien in jüngerer Zeit erlebt hat. Nach Angaben der Behörden sind bereits mehrere Tausend Hektar betroffen. Wechselnde Winde erschweren die Brandbekämpfung und können die Ausbreitungsrichtung des Feuers kurzfristig verändern. Auch die deutsche Feuerwehr bereitete sich deshalb auf ein mögliches Übergreifen der Flammen vor. Deutsche Einsatzkräfte unterstützen zudem die belgischen Behörden bei der Bekämpfung des Feuers.

Weitere Evakuierungen möglich

Die Situation wird auf deutscher Seite fortlaufend bewertet. Besonders die Ortsteile Kalterherberg und Mützenich stehen im Fokus. Zeitweise waren dort vorsorgliche Maßnahmen für rund 5.000 Menschen vorbereitet worden. Neben den Flammen stellt auch die starke Rauchentwicklung eine Gefahr dar. Die Bevölkerung wird deshalb aufgefordert, Warnungen der Behörden zu beachten und sich nicht in gefährdete Bereiche zu begeben.

Großeinsatz dauert an

Die Brandbekämpfung auf beiden Seiten der Grenze läuft weiter. Feuerwehr, Katastrophenschutz und weitere Hilfskräfte stehen bereit, um eine Ausbreitung nach Deutschland möglichst zu verhindern. Der Einsatz zeigt inzwischen deutlich den Charakter einer grenzüberschreitenden Großschadenslage. Während in Belgien weiterhin gegen die Feuerfront gekämpft wird, müssen die deutschen Behörden gleichzeitig den Schutz der Bevölkerung und mögliche weitere Evakuierungen vorbereiten.

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