Nach einer kurzen Phase mit milderen Temperaturen kündigt sich in Aachen und Nordrhein-Westfalen bereits die nächste extreme Hitzewelle an. In den kommenden Tagen könnten die Temperaturen erneut die 40-Grad-Marke erreichen. Einzelne Wettermodelle rechnen für den Westen von NRW sogar mit Spitzenwerten von bis zu 43 oder 44 Grad. Damit könnte der Sommer 2026 erneut für extreme Wetterwerte sorgen. Noch ist allerdings offen, wie stark die Hitzewelle tatsächlich ausfallen wird. Die verschiedenen Wettermodelle liegen bei ihren Berechnungen teilweise deutlich auseinander. Sicher ist jedoch: Die Temperaturen dürften in der kommenden Woche deutlich ansteigen.
Ab Donnerstag wird es extrem heiß
Zu Beginn der neuen Woche soll sich die Hitze zunächst langsam aufbauen. Für Dienstag werden in der Region bereits Höchstwerte von bis zu 31 Grad erwartet. Spätestens ab Donnerstag, dem 30. Juli, könnte die Hitzebelastung dann deutlich zunehmen. Besonders brisant ist die Entwicklung im Westen Nordrhein-Westfalens. Das amerikanische Wettermodell GFS berechnet für die Region nahe der niederländischen Grenze mögliche Höchsttemperaturen zwischen 43 und 44 Grad. Für Aachen werden in diesem Szenario bis zu 43 Grad prognostiziert.
Allerdings handelt es sich dabei um einen Ausreißer nach oben. Die Prognosen anderer Wettermodelle fallen etwas niedriger aus. Dennoch bewegen sich auch diese Berechnungen teilweise im Bereich von 37 bis 39 Grad.
Wettermodelle unterscheiden sich deutlich
Das europäische Wettermodell ECMWF sieht für Aachen derzeit Temperaturen von bis zu 37 Grad. Damit wäre die Stadt nach dieser Berechnung der heißeste Ort in Nordrhein-Westfalen. Das Schweizer Modell Swiss-MRF kommt dagegen auf bis zu 39 Grad. Auch das deutsche ICON-Modell prognostiziert für Aachen und die Region Temperaturen von bis zu 39 Grad. Den Schwerpunkt der extremen Hitze sieht dieses Modell allerdings eher in Hessen, wo örtlich bis zu 42 Grad möglich sein könnten.
Die große Spannbreite zeigt, dass die genaue Entwicklung noch mit Unsicherheiten behaftet ist. Wettermodelle liefern für mehrere Tage im Voraus vor allem eine Orientierung über die mögliche Wetterlage. Je näher das Ereignis rückt, desto genauer lassen sich die tatsächlichen Temperaturen abschätzen.
Neuer Temperaturrekord in NRW möglich
Sollten sich die extremen Berechnungen bestätigen, könnten an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen bestehende Temperaturrekorde fallen. Besonders im Rheinland könnte es zu neuen Höchstwerten kommen. In Köln liegt der bisherige offizielle Höchstwert einer DWD-Wetterstation bei 41,1 Grad. Er wurde am 25. Juli 2019 gemessen. Sollte die derzeitige GFS-Prognose mit Temperaturen von mehr als 43 Grad eintreffen, könnte dieser Rekord deutlich übertroffen werden.
Bereits Ende Juni hatte eine außergewöhnliche Hitzewelle Nordrhein-Westfalen und große Teile Deutschlands erfasst. Dabei wurden an zahlreichen Orten Temperaturrekorde erreicht oder eingestellt. Die neuerliche Hitzeperiode könnte nun erneut für extreme Werte sorgen.
Hitze könnte anschließend von Unwettern abgelöst werden
Auf die extreme Wärme könnte eine deutliche Wetterumstellung folgen. Für den weiteren Verlauf wird mit einer zunehmenden Gewitter- und Unwettergefahr gerechnet. Nach den derzeitigen mittelfristigen Berechnungen könnten insbesondere in der ersten Augustwoche wieder größere Regenmengen fallen. Für Teile Nordrhein-Westfalens werden lokal bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb weniger Tage prognostiziert.
Damit könnte auf eine extreme Hitzebelastung eine Phase mit Starkregen und Gewittern folgen. Gerade der abrupte Wechsel zwischen trockener Hitze und kräftigen Niederschlägen kann lokal zu Problemen führen. Ob und wo tatsächlich Unwetter auftreten, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht zuverlässig vorhersagen.
Gefahr für Menschen, Tiere und Natur
Temperaturen von deutlich über 35 Grad stellen eine erhebliche Belastung für den menschlichen Körper dar. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder und Personen, die im Freien arbeiten, sind gefährdet. Auch die Natur gerät bei anhaltender Hitze und Trockenheit zunehmend unter Druck. Hohe Temperaturen erhöhen die Verdunstung und können die Böden weiter austrocknen. Damit steigt bei ausreichender Trockenheit auch die Gefahr von Vegetations- und Waldbränden.
Die Kombination aus extremer Hitze und möglicher Trockenheit könnte deshalb nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für Landwirtschaft, Wälder und Infrastruktur zur Belastungsprobe werden.
Aachen und NRW blicken auf kritische Wetterwoche
Die kommende Woche könnte damit eine der heißesten Phasen des bisherigen Sommers werden. Während die ersten Tage noch vergleichsweise moderat ausfallen, zeichnet sich ab Donnerstag eine massive Temperatursteigerung ab. Ob Aachen tatsächlich Temperaturen von mehr als 40 Grad erlebt, bleibt abzuwarten. Die derzeitigen Modellberechnungen reichen von knapp 37 bis zu möglichen 43 Grad. Die extremste Prognose von 44 Grad ist bislang ein Ausreißer und sollte daher nicht als sichere Vorhersage verstanden werden.
Fest steht jedoch: Nordrhein-Westfalen steht erneut vor einer außergewöhnlichen Wetterlage. Sollte sich die extreme Hitze bestätigen, könnten nicht nur bestehende Temperaturrekorde fallen. Nach der Hitze droht zudem ein Wetterumschwung mit kräftigen Schauern und möglichen Unwettern. Für Aachen und die gesamte Region zeichnet sich damit eine Wetterwoche ab, die von extremer Hitze bis hin zu möglichen Gewittern und Starkregen reichen könnte.


