Ein leichtes Erdbeben hat am Sonntagabend die Region im Schweizer Kanton Aargau erschüttert. Nach automatischen Auswertungen des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) erreichte das Beben eine Magnitude von 2,7 und ereignete sich in einer Tiefe von rund 19 Kilometern. Das Epizentrum lag westlich von Zürich im Gebiet des Kantons Aargau. Trotz der vergleichsweise geringen Stärke wurde das Beben aufgrund der relativ großen Herdtiefe über ein größeres Gebiet wahrgenommen. Vereinzelte Meldungen gab es demnach auch aus dem äußersten Süden Baden-Württembergs, insbesondere entlang des Hochrheins.
Berechnungen etwas höher
Nach aktuellen Berechnungen lag die maximale Intensität bei etwa 3,2. In dem rechnerischen Wahrnehmungsgebiet leben rund 813.000 Menschen. Dennoch spürten nur wenige Anwohner die Erschütterungen tatsächlich, da die Intensität überwiegend sehr gering blieb. Schäden oder Verletzte wurden nicht gemeldet.
Beben sind in der Schweiz keine Seltenheit
Die Angaben beruhen teilweise auf Modellrechnungen, weshalb lokale Effekte – etwa durch unterschiedliche Bodenverhältnisse oder Gebäudestrukturen – zu abweichenden Wahrnehmungen geführt haben können. Solche schwachen Beben sind in der Schweiz keine Seltenheit und werden durch die dichten seismischen Messnetze in der Regel zuverlässig registriert.
Keine Auswirkungen auf Infrastruktur oder Bevölkerung
Die Behörden beobachten die Lage weiterhin, betonen jedoch, dass bei dieser Magnitude keine relevanten Auswirkungen auf Infrastruktur oder Bevölkerung zu erwarten sind. Das Ereignis reiht sich in eine Vielzahl kleinerer Erschütterungen ein, die regelmäßig im Schweizer Mittelland und angrenzenden Regionen auftreten.


