Antalya. In der türkischen Mittelmeerregion hat in der Nacht zu Montag ein Erdbeben der Stärke 4,3 die Bevölkerung im Raum Antalya aufgeschreckt. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde AFAD ereignete sich der Erdstoß am 8. Dezember 2025 um 03:31 Uhr Ortszeit, rund 21 Kilometer südwestlich der Millionenstadt. Das Beben lag in einer Tiefe von etwa 21 Kilometern. Wie bei moderaten Erschütterungen üblich, können Magnitude, Epizentrum und Tiefe im Verlauf des Tages noch angepasst werden, sobald Seismologen die Messdaten manuell verifizieren.
Auch internationale Messstellen registrierten den Erdstoß, meldeten jedoch leicht abweichende Werte. Der serbische seismologische Dienst SSS gab eine Magnitude von 4,5 an, das GFZ Potsdam und das RaspberryShake-Netzwerk von 4,4. Das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) bestätigte ebenfalls eine Stärke von 4,3. Die Unterschiede gelten als typisch für frühe Auswertungen und entstehen durch verschiedene Messmethoden und Datenmodelle.
Ersten Einschätzungen zufolge verursachte das Beben keine Schäden, wurde jedoch in zahlreichen Orten rund um das Epizentrum wahrgenommen. In Beldibi, Kemer und Antalya, jeweils nur wenige bis einige Dutzend Kilometer entfernt, berichteten Bewohner von leichtem Bodenschütteln. Weiter entfernte Orte wie Belek, Serik, Beykonak und Elmali spürten das Ereignis nach vorläufiger Analyse nur als sehr mildes Vibrieren. Aufgrund der geringen Magnitude und der vergleichsweise großen Herdtiefe gehen Experten nicht von strukturellen Schäden aus.
Die Region Antalya liegt in einem tektonisch aktiven Gürtel, in dem es regelmäßig zu moderaten Erschütterungen kommt. Sie sind Ausdruck der komplexen Interaktion zwischen der Afrikanischen und der Anatolischen Platte, deren fortwährende Bewegungen Spannungen im Erdkrustensystem erzeugen. Beben dieser Größenordnung verursachen selten Schäden, dienen aber Seismologen als wichtige Signale zur Bewertung der aktuellen Spannungsverhältnisse.
Die Lageentwicklung wird weiter beobachtet. Sollten neue Daten oder auffällige Nachbeben gemeldet werden, wird der Bericht aktualisiert. Behörden und seismologische Dienste rufen zudem Augenzeugen dazu auf, ihre Wahrnehmungen einzureichen, um ein präziseres Bild der lokalen Intensitäten zu gewinnen.


