Erfurt. Thüringen treibt den Ausbau seines Sirenennetzes mit hohem Tempo voran. Zwischen 2022 und 2025 sind nach Angaben des Innenministeriums rund 3,9 Millionen Euro in neue und modernisierte Warnanlagen geflossen. Durch die gemeinsame Finanzierung von Bund und Land entstanden 313 neue Sirenen, weitere 468 bestehende Systeme erhielten eine technische Generalüberholung. Insgesamt sind derzeit 2.252 Sirenen im Freistaat registriert – deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren.
Für das Jahr 2026 liegen bereits 71 neue Förderanträge vor. Das Land plant erneut, sich am Bundes-Sirenenförderprogramm zu beteiligen und die Mittel zusätzlich mit eigenen Geldern aufzustocken. Damit soll der Modernisierungsschub nicht nur fortgesetzt, sondern beschleunigt werden.
Innenminister Georg Maier (SPD) betonte, der Ausbau sei ein zentraler Baustein für die Sicherheit der Bevölkerung. Die Warnung in Gefahrensituationen müsse überall zuverlässig funktionieren, unabhängig von Digitaldiensten oder Stromausfällen. Moderne Steuerungstechnik und leistungsfähige Sirenensignale seien deshalb unverzichtbar. Entscheidend sei außerdem die enge Kooperation aller Ebenen: Bund, Land und Kommunen müssten gemeinsam dafür sorgen, bestehende Lücken rasch zu schließen.
Thüringen setzt damit ein klares Zeichen, dass der Schutz der Bevölkerung höchste Priorität hat. Die Behörden rechnen damit, dass das modernisierte Netz in den kommenden Jahren einen erheblichen Beitrag zur schnellen und flächendeckenden Alarmierung leisten wird – gerade in Zeiten zunehmender Extremwetterereignisse und anderer Krisenlagen.


