Zwei Verletzte nach Messerangriff in Ulm

Ulm. Ein Messerangriff in einer Media-Markt-Filiale in Ulm hat am Mittwoch einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. Zwei Mitarbeiter wurden verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Ein 25-Jähriger befindet sich in kritischem Zustand auf der Intensivstation, ein 22-Jähriger erlitt leichtere Verletzungen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Der mutmaßliche Täter, ein 29-jähriger Mann aus Eritrea, verließ nach der Tat zunächst das Geschäft. Wenig später stellten Polizeikräfte ihn in der Nähe. Weil er die Beamten weiterhin mit einem Messer bedrohte und sich weigerte, die Waffe niederzulegen, gaben Polizisten mehrere Schüsse ab. Der Mann wurde dabei schwer verletzt und wird ebenfalls intensivmedizinisch behandelt.

Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar. Nach Angaben der Ermittler war der Verdächtige bereits wegen Gewaltdelikten bekannt und hatte erst vor wenigen Wochen eine Haftstrafe verbüßt. Ein Haftbefehl soll beantragt werden. Hinweise auf einen Amoklauf gebe es nicht, eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit bestanden, betonte die Polizei.

Der Media Markt an der Blaubeurer Straße blieb nach dem Angriff geschlossen. Spurensicherung und Landeskriminalamt waren sowohl im Geschäft als auch am Ort des Polizeieinsatzes im Einsatz. Parallel betreute die Notfallseelsorge zahlreiche Kunden, Mitarbeitende und Augenzeugen, darunter auch Familien mit Kindern, die den Vorfall oder den Schusswaffengebrauch miterlebt hatten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert