Vulkan Semeru auf Java in Indonesien ausgebrochen

Java. Der indonesische Vulkan Semeru auf der Insel Java ist erneut ausgebrochen und zeigt dabei eine Aktivität, die Behörden zu drastischen Maßnahmen zwingt. Nach mehreren heftigen Eruptionen stufte die nationale Behörde für Vulkanologie den 3.676 Meter hohen Berg, den höchsten Gipfel Javas, auf die höchste Alarmstufe herauf.

Am Mittwochnachmittag Ortszeit schoss der Semeru mehrfach heiße Wolken und Gesteinsmassen in die Atmosphäre. Pyroklastische Ströme – lebensgefährliche Gemische aus glühendem Gas, Lava und Gestein – rasten bis zu sieben Kilometer weit die steilen Flanken des Vulkans hinab. Die Aschesäule stieg etwa zwei Kilometer in die Höhe und legte umliegende Dörfer unter eine dichte, graue Schicht.

Aus dem besonders gefährdeten Distrikt Lumajang wurden mehr als 300 Bewohner in sichere Unterkünfte gebracht. Die Katastrophenschutzbehörde bestätigte, dass bislang weder Verletzte noch Tote gemeldet wurden.

Der Semeru gilt als einer der aktivsten Vulkane des Landes und sorgt immer wieder für Evakuierungen. Bereits Ende 2022 gab es eine größere Eruptionsserie, ein Jahr davor forderte ein Ausbruch mindestens 39 Menschenleben. Das Gebiet liegt im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru, der bei internationalen wie einheimischen Touristen beliebt ist – ein Umstand, der die Gefahrenlage zusätzlich verschärft.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch extrem aktiven Zone. Vulkanausbrüche und Erdbeben gehören hier zum Alltag, doch die jüngste Aktivitätssteigerung des Semeru sorgt erneut für Sorge und höchste Wachsamkeit.

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