Trump plant historischen Rüstungsaufschlag

US-Präsident Donald Trump will die Verteidigungsausgaben der Vereinigten Staaten in bislang unbekannte Höhen treiben. Für das Haushaltsjahr 2027 schlägt er ein Militärbudget von 1,5 Billionen US-Dollar vor – eine Summe, die selbst für amerikanische Verhältnisse neue Maßstäbe setzt. Die Welt sei, so Trump, „unruhig und gefährlich“, weshalb die USA ein Militär bräuchten, das ihrer globalen Rolle uneingeschränkt gerecht werde.

Die Forderung machte Trump über seine Plattform Truth Social öffentlich. Nach eigenen Angaben sei der Vorschlag das Ergebnis „langer und schwieriger Verhandlungen“ mit Mitgliedern des Kongresses, Ministern und weiteren politischen Entscheidungsträgern. Mit dem zusätzlichen Geld wolle er ein „Traum-Militär“ schaffen, das die Sicherheit des Landes langfristig garantiere.

Bereits jetzt geben die USA mehr für ihre Streitkräfte aus als jedes andere Land der Welt. Das aktuelle Militärbudget liegt bei 901 Milliarden Dollar. Eine Anhebung auf 1,5 Billionen Dollar würde den Abstand zu Rivalen wie China und Russland weiter massiv vergrößern und Washingtons militärische Dominanz zementieren.

Hinzu kommt: Erst vor Kurzem hatte das Pentagon im Zuge eines umfassenden Gesetzespakets, das Trump 2025 unterzeichnete, zusätzliche 175 Milliarden Dollar erhalten. Kritiker sehen darin ein klares Signal, dass der Präsident konsequent auf militärische Stärke setzt – selbst angesichts steigender Staatsausgaben und wachsender Haushaltsdefizite.

Politisch dürfte der Vorstoß hoch umstritten sein. Demokraten im Kongress verlangen seit Langem eine ausgewogenere Haushaltspolitik und wollen höhere Ausgaben für Soziales, Bildung und Infrastruktur nicht weiter hinter dem Verteidigungsetat zurückstehen lassen. Doch auch innerhalb von Trumps eigener Partei regt sich Widerstand: sogenannte „Deficit Hawks“ warnen vor einer weiteren Explosion der Staatsverschuldung.

Ob Trump seinen ambitionierten Plan durchsetzen kann, ist daher offen. Klar ist jedoch: Die Debatte um Amerikas Rolle in einer zunehmend instabilen Welt und den Preis militärischer Abschreckung wird sich weiter zuspitzen – im Kongress ebenso wie in der internationalen Politik.

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