Ein Erdbeben der Stärke 4,4 hat in der Nacht zum Sonntag die Meeresregion westlich der griechischen Insel Kos erschüttert. Das Beben ereignete sich nach ersten Messungen in der Ägäis und war in mehreren Küstenorten der beliebten Ferieninsel deutlich zu spüren. Das Epizentrum lag rund 22 Kilometer west-südwestlich der Ortschaft Kefalos im offenen Meer. Viele Bewohner und Urlauber berichteten von plötzlich vibrierenden Fenstern, klirrenden Gegenständen und einem kurzen, aber deutlich wahrnehmbaren Erdstoß. Trotz der spürbaren Erschütterungen meldeten die Behörden bislang weder Verletzte noch größere Sachschäden.
Menschen werden nachts aus dem Schlaf gerissen
Das Beben traf die Region in den Nachtstunden und sorgte insbesondere in den Küstenorten für Verunsicherung. Augenzeugen berichteten von einem dumpfen Grollen unmittelbar vor den Erschütterungen. In einigen Hotels und Wohnhäusern verließen Menschen vorsorglich ihre Zimmer und Gebäude, nachdem Möbel und Lampen leicht schwankten. Die griechischen Behörden beobachteten die Lage nach dem Erdstoß aufmerksam. Hinweise auf größere Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur lagen zunächst nicht vor.
Erschütterungen typisch für die Ägäis-Region
Die Region rund um Kos zählt zu den seismisch aktivsten Gebieten Europas. Griechenland liegt an der Grenze mehrerer tektonischer Platten, weshalb es dort regelmäßig zu Erdbeben kommt. Besonders die südöstliche Ägäis ist für ihre hohe geologische Aktivität bekannt. Ein Beben der Stärke zwischen 4 und 5 gilt Experten zufolge zwar als vergleichsweise moderat, kann jedoch deutlich wahrgenommen werden. Häufig bewegen sich dabei Möbelstücke oder lose Gegenstände, vereinzelt sind knackende Geräusche in Gebäuden hörbar. Größere Zerstörungen bleiben bei dieser Magnitude normalerweise aus.
Behörden beobachten mögliche Nachbeben
Nach dem Erdstoß kontrollierten die zuständigen Stellen die Situation in der Region. Seismologen schließen kleinere Nachbeben in den kommenden Stunden oder Tagen nicht aus. Für die Bevölkerung bestehe derzeit jedoch keine akute Gefahr. Touristen und Bewohner wurden dennoch aufgefordert, Ruhe zu bewahren und sich über offizielle Informationskanäle auf dem Laufenden zu halten. Gerade in beliebten Urlaubsregionen wie Kos sorgen selbst moderate Beben immer wieder für Aufmerksamkeit und Unsicherheit.


